AssCompact - Facebook

Seit Jahren selbständig, aber noch keine Reserve. Was kann ich tun?
17. November 2020

Seit Jahren selbständig, aber noch keine Reserve. Was kann ich tun?

Unternehmerisch handelt es sich um Rendite. Diese fehlt Ihnen. Die Lösung ist im Prinzip einfach: Entweder mehr Einnahmen oder weniger Ausgaben. Jeder Selbständige muss ständig beides im Blick haben. Sicher, diese triviale Erkenntnis haben Sie selbst. Aber tun Sie alles dafür?


Von Stefen Ritter (Foto)

Ausgaben bewusst eingehen, ist wichtig. Dieses Bewusstsein sollte bei Ihnen aber nicht zu einem ausgeprägten „Unternehmer-Geiz“ führen. Viele sonnen sich in niedrigen Kostenquoten, treten mit Ihrem Unternehmen aber seit Jahren auf der Stelle. Einnahmen erhöhen ist immer sinnvoll. Es verlangt systematische Vertriebsarbeit mit einer klaren Strategie.

Das Wichtigste bei all dem ist:

Wie bewusst sind Ihnen überhaupt „Ihre Zahlen“? Was geht rein? Was geht (betrieblich) raus? Was fällt an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen an? Was bleibt jetzt noch übrig? Wenn Sie diese letzte Zahl nicht kennen, entnehmen Sie für sich privat einen – vielleicht in der Höhe sogar unbekannten – Betrag, unwissend ob Sie nicht mit dieser Entnahme Ihren kleinen -Maklerbetrieb gänzlich überfordern. Oder über Jahre ruinieren. Sie haben die Aufgabe, bewusst Ihren Unternehmerlohn zu definieren, der nicht nur Sie, sondern auch Ihr Unternehmen leben und sich entwickeln lässt.

Das heißt am Ende, Sie bilden eine Reserve. Mit jedem Monat, in dem Sie bewusst agieren, mehr. So entsteht Rendite, die Ihnen hilft, widrige Zeiten zu überstehen oder – wenn sich die Gelegenheit oder auch die Notwendigkeit ergibt – sinnvolle Investitionen für Ihr Unternehmen zu tätigen. Wenn Sie nicht in der Lage sind zu investieren, haben Sie in der Vergangenheit zu wenig Ertrag erwirtschaftet und/oder Ihren Maklerbetrieb mit Ihren privaten Entnahmen überfordert. Ändern Sie diesen Zustand!

Lernen Sie – auf den Euro genau – Ihren Gewinn kennen!

Führen Sie sich zugleich Ihre Entnahmen vor Augen! Ebenfalls auf den Euro genau! Wenn Ihre Arbeit, exakt in der Weise, wie Sie heute tätig sind, ein Fremder machen würde, wäre er das Geld, was Sie entnehmen wert? Oder wäre er überbezahlt?

Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Entnahmen zu 100% „wert“ sind!

Erhöhen Sie immer wieder den Wert Ihrer eingesetzten Arbeitsstunden. Durchdenken Sie Ihre Tätigkeit. Das heißt: Durchdenken und verändern, verbessern Sie Ihre Abläufe, um vertriebsstärker zu werden. Wenn Sie zugleich bewusster im Geld ausgeben sind, werden Sie automatisch rentabler und können Reserven bilden.

Wenn Sie all das nicht können (oder wenn Sie all das nicht wollen), senken Sie Ihren Unternehmerlohn! Geben Sie sich einfach weniger, Ihre Arbeit ist wahrscheinlich auch nur weniger wert!

Den gesamten Artikel lesen Sie in der AssCompact Dezember-Ausgabe!

Titelbild: ©taa22 – stock.adobe.com





AssCompact Abonement

Sie wollen das AssComapct Magazin und den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Dass sich Handwerksbetriebe zuerst am Gesetz und dann erst an Kundenwünschen orientieren sollten, dazu rät Schadenexperte Dr. Wolfgang Reisinger.