Der Österreichische Versicherungsmaklerring sieht Cyber-Versicherungen weiter im Wachstum, während eine flächendeckende und planbare Absicherung gegen Naturkatastrophen in Österreich weiterhin fehlt.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 12.01.2026
Der Österreichische Versicherungsmaklerring (ÖVM) erwartet für den Versicherungsmarkt im laufenden Jahr eine weitere Zunahme von Cyber-Risiken. Cyber-Versicherungen zählen aus Sicht des ÖVM erneut zu den am stärksten wachsenden Sparten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen zeigen verstärkt Nachfrage nach modularen Lösungen, die neben Versicherungsschutz auch Risikoanalysen, Präventionsmaßnahmen und Beratung umfassen. Die fortschreitende Digitalisierung erhöht die Bedeutung von Cyber-Sicherheit für die wirtschaftliche Stabilität von Unternehmen.
Gleichzeitig bleibt die Absicherung gegen Naturkatastrophen eine offene Baustelle. Hochwasser, Starkregen und andere Elementarrisiken sind je nach Standort zunehmend schwer oder gar nicht mehr versicherbar. Trotz intensiver Diskussionen nach vergangenen Hochwasserereignissen fehlt in Österreich weiterhin ein dauerhaftes und planbares Modell zur umfassenden Absicherung von Elementarschäden. Während Länder wie Frankreich, Spanien oder Belgien auf kombinierte Systeme aus privater Versicherung und staatlicher Absicherung setzen, kommt hierzulande dem Katastrophenfonds eine zentrale Rolle zu, dessen Ausgestaltung jedoch als wenig transparent und nur eingeschränkt planbar gilt.
Versicherungsmakler spielen laut ÖVM insbesondere bei komplexen Risiken wie Cyber, Gewerbe und Naturgefahren eine zentrale Rolle. Mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent übernehmen sie Aufgaben in der individuellen Risikoanalyse, Prävention und langfristigen Absicherung.
ÖVM-Präsident Alexander Gimborn:
"Je komplexer Risiken werden, desto wichtiger ist unabhängige und qualitätsvolle Beratung. Gerade bei Cyber-Risiken und Naturgefahren brauchen Konsumentinnen und Unternehmen planbare Rahmenbedingungen und professionelle Begleitung."
Foto oben: ÖVM-Präsident Alexander Gimborn
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