Der europäische Markt für Übernahmen von Versicherungsmaklern blieb 2025 auf hohem Niveau. Insgesamt wurden 531 Transaktionen veröffentlicht. Das geht aus dem „M&A Trends Update Q4 2025“ von MarshBerry hervor. In Österreich nahm die Aktivität im vierten Quartal zu, mehrere internationale Gruppen bauten ihre Präsenz am heimischen Markt aus.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 17.02.2026
Der europäische Markt für Übernahmen von Versicherungsmaklern und Managing General Agents (MGAs) bewegte sich 2025 weiterhin auf hohem Niveau, blieb jedoch leicht unter den Vorjahren. Insgesamt wurden 531 veröffentlichte M&A-Transaktionen gezählt, nachdem es 2023 und 2024 jeweils 560 gewesen waren.
Auffällig ist die weiterhin starke Rolle von Finanzinvestoren: In Kontinentaleuropa entfielen 61% der veröffentlichten Transaktionen auf Käufer mit Private-Equity-Beteiligung. Damit bleibt Kapital aus Beteiligungsgesellschaften ein prägender Faktor im europäischen Maklermarkt.
DACH-Region: Deutschland stabil, Österreich dynamischer
In Deutschland wurden 2025 73 M&A-Transaktionen im Versicherungsmaklermarkt durchgeführt. Der Markt blieb damit aktiv, auch wenn sich der Schwerpunkt zunehmend auf gezielte Zukäufe verlagerte.
Deutlich mehr Bewegung zeigte sich im vierten Quartal in Österreich. Mehrere internationale Gruppen nutzten die Gelegenheit, ihre Marktposition auszubauen. Die HBC Group übernahm die UMBERIO Group sowie vier weitere regionale Maklerunternehmen und stärkte damit ihre Präsenz am österreichischen Markt. Auch ASSEPRO Austria setzte ihre Expansionsstrategie fort und erwarb den Wiener Spezialmakler GROSS Versicherungsmakler mit Fokus auf die Immobilien-Industrie. Darüber hinaus blieben GGW und Global in Österreich aktiv und arbeiteten mit eigenen Tochtergesellschaften sowie lokalen Ressourcen an weiteren Zukäufen. Ascendia verstärkte zudem seine österreichische Geschäftsführung.
Damit wurde Österreich im Schlussquartal 2025 zu einem der sichtbareren Märkte innerhalb der DACH-Region.
Vereinigtes Königreich deutlich unter 100 Deals
Im Vereinigten Königreich kühlte sich der Markt spürbar ab. Mit 99 veröffentlichten Transaktionen blieb das Land 2025 erstmals seit 2017 unter der Marke von 100 Deals. Im vierten Quartal wurden lediglich 22 Transaktionen gemeldet, davon vier im Dezember.
Schweiz und Südeuropa mit weiteren Impulsen
In der Schweiz konzentrierten sich Transaktionen vor allem auf regionale Zukäufe. ASSEPRO übernahm die Strassmann Versicherungstreuhand GmbH, Global baute seine Präsenz durch die Akquisition von UBV Lanz weiter aus.
Deutlich stärker als im Vorjahr entwickelte sich Südeuropa. Spanien, Portugal und Italien verzeichneten gemeinsam 106 Transaktionen, nach 59 im Jahr zuvor.
Insgesamt zeigt sich ein weiterhin aktiver europäischer Konsolidierungsmarkt, mit regional unterschiedlichen Entwicklungen. Während einzelne große Märkte an Tempo verloren, nutzten mehrere internationale Gruppen insbesondere in Österreich die Gelegenheit zum weiteren Ausbau ihrer Präsenz.
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