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Keine Einschränkungen bei Krankenversicherungen
25. März 2020

Keine Einschränkungen bei Krankenversicherungen

Die Corona-Pandemie hat nicht zu Einschränkungen beim Abschluss und bei den Zeichnungsrichtlinien von Krankenversicherungsverträgen geführt. Das ist das Ergebnis einer AssCompact Umfrage unter heimischen Krankenversicherern.


„In unseren Krankenversicherungstarifen sind alle Erkrankungen, ebenso jene, die neu entstehen, gedeckt. Daher sehen wir auch für die privaten Krankenversicherer hinsichtlich des Coronavirus keinen Handlungsbedarf“, heißt es beispielsweise von Seiten der Generali. Auch bei der DONAU, der Merkur und der UNIQA gebe es keinerlei Einschränkungen. „Wie bei allen anderen bestehenden Gesundheitsrisken müsste eine akute Infektion mit Coronaviren im Rahmen der üblichen Gesundheitsprüfung angegeben werden“, ergänzt die UNIQA. Die Generali weist darauf hin, dass sie bis auf weiteres keine kurzfristigen Auslandsreisen deckt.

Auf eine allfällige Zunahme an Leistungsfällen in Folge der Corona-Pandemie seien die Versicherer vorbereitet: „Wir haben uns bereits in den letzten Wochen gut auf eine mögliche Zunahme von Leistungsfällen im stationären wie auch im ambulanten Bereich im Zusammenhang mit COVID-19 vorbereitet; dies vor allem hinsichtlich des Ausbaus der technischen Möglichkeit der Bearbeitung von Anfragen und Abrechnungen von Leistungsfällen durch unsere Mitarbeiter im Homeoffice“, informiert die Merkur. 

Die UNIQA erwartet keinen signifikanten Anstieg von Leistungsfällen, „weil derzeit nicht dringliche Behandlungen sowohl im stationären wie auch ambulanten Bereich verschoben werden und den allfälligen Anstieg wegen Corona kompensieren werden.“

Höhere Prämien? Aus heutiger Sicht unwahrscheinlich!

Vorsichtig sind die befragten Krankenversicherer, was die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Prämiengestaltung betrifft. „Die Auswirkungen sind in vielen Bereichen aktuell noch nicht abschätzbar. Dies trifft auch auf diese Frage zu“, heißt es von der DONAU. Ähnlich die Merkur: „Zum derzeitigen Zeitpunkt gehen wir nicht von einer Auswirkung auf die zukünftige Prämiengestaltung aus. Genaue Aussagen dazu können aber nur nach dem Ende der Pandemie bzw. nach Vorliegen der konkreten Auswirkungen getroffen werden.“

UNIQA und Generali halten eine Änderung der Prämiengestaltung aus heutiger Sicht für nicht wahrscheinlich, wobei die UNIQA einschränkt: „Für eine Aussage zu allfälligen Prämienauswirkungen ist es naturgemäß viel zu früh.“





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