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Wie geht es der bAV in der Krise?
01. Juli 2020

Wie geht es der bAV in der Krise?

Gebremstes Neugeschäft prägte in den letzten Wochen die Sparte der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Welche Chancen in oder trotz der Krise entstehen können und welchen Beitrag die Digitalisierung hierzu leisten kann, diskutierten bAV Experten im digitalen Roundtable von FINABRO. Joachim Schuller von FINABRO führte als Moderator durch das Gespräch. Das Ergebnis: Spannende Einblicke in eine Branche, die so schnell nichts aus der Bahn werfen kann.


Einig waren sich die Experten, dass aufgrund der Krise die Digitalisierung beschleunigt wurde. „Es gibt viele, die sich mit der Digitalisierung noch nie auseinandergesetzt haben und die hatten jetzt gar keine andere Wahl. Das ist schon ein Riesenpotenzial“, sagte Christian Schuster, Leiter Betriebliche Altersvorsorge der Städtischen. Ähnlich sieht das Erich Projer, Organisationsdirektor Betriebliche KV in der ÖBV: „Ich glaube, dass diese Beschleunigung der digitalen Welt viele Vorteile bringen wird.“

Experten orten neues Potential für den Vertrieb

„Jetzt ist der Punkt an dem man als Vermittler versuchen kann, die Unternehmen zu identifizieren, die durch die Krise profitiert haben“, nannte Wolfgang Weisz, Leiter Betriebliche Altersvorsorge der Allianz, eine wesentliche Chance. Christian Schuster fügte hinzu, „dass gerade durch die Krise gewisse bAV Produkte mehr Gewicht und Attraktivität erhalten würden“. Hierzu zähle etwa die Pensionszusage oder auch der §3 Einkommenssteuergesetz – das 300-Euro-Modell. Michael Slechta, Leiter Betriebliche Altersvorsorge der DONAU, ergänzte: „dass für Firmen, die ihren Mitarbeitern etwas bieten wollen, eine Versicherung eine sehr attraktive Überlegung ist.“

Die Expertenrunde war sich einig darüber, dass für Vermittler die Krise auch neue Chancen eröffnet. “Gewinnerbranchen” werden ihren Mitarbeitern danken und diese belohnen wollen. Unternehmen, die hingegen von der Krise hart getroffen wurden, werden einen Bedarf für positive Initiativen in Richtung Mitarbeitermotivation haben.

Vertrieb der Zukunft – Persönlich und digital

Auch beim Thema Digitalisierung in der bAV waren die Experten einer Meinung: Die persönliche Beratung kann nicht durch die Digitalisierung ersetzt werden. „Die persönliche Beratung wird weiterhin eine ganz wesentliche Rolle spielen. Allerdings wird die Digitalisierung wesentlich zur Unterstützung des Vertriebs beitragen“, betonte Wilhelm Rost, Senior Manager betriebliche Personenversicherung der Generali. Bei der Unterstützung in der Abwicklung sieht auch Gerhard Danler, Leiter Betriebliche Altersvorsorge der Zurich, einen großen Mehrwert und ortet hier noch viel Potential: „Eine Kombination von persönlich und digital, Hand in Hand, wo der Ablauf für den Berater digital unterstützt werden kann, das ist ein wesentlicher Vorteil.

Das ganze Interview sowie Video mit den Highlights vom Roundtable finden Sie hier ...

Bild:©MQ-Illustrations - stock.adobe.com





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