UNIQA: Ausblick für das Gesamtjahr 2021 angehoben

UNIQA: Ausblick für das Gesamtjahr 2021 angehoben

19. August 2021

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6 Min. Lesezeit

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News-Finanzen

Die UNIQA Insurance Group AG (UNIQA) hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 ein Ergebnis vor Steuern von knapp 216 Mio. Euro erwirtschaftet. Die verrechneten Prämien sind im ersten Halbjahr 2021 um 17% gewachsen. Dies ist vor allem auf die erfolgreiche Integration der ehemaligen AXA-Gesellschaften in CEE zurückzuführen, doch auch in Österreich konnte UNIQA die Prämien um nahezu 2% steigern.

Mag. Peter Kalab

Redakteur/in: Mag. Peter Kalab - Veröffentlicht am 8/19/2021

„Das versicherungstechnische Ergebnis unserer Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2021 positiv entwickelt. Trotz der überdurchschnittlichen Belastungen durch Hagelunwetter, Sturmschäden und Überflutungen ‒ insbesondere in Österreich und Tschechien ‒ konnten wir die Combined Ratio auf erfreuliche 92,6% verbessern. Mit 2021 sind wir im ersten Jahr der Umsetzung unseres Wachstumsprogramms ‚UNIQA 3.0 – Seeding the Future‘ und sehen eine zufriedenstellende Profitabilitätsentwicklung, insbesondere in der Schaden- und Unfallversicherung und in der Krankenversicherung. Die ersten sechs Monate 2021 sind eine erfolgreiche Etappe auf dem Weg, die Gesundheit und den Wohlstand unserer Kundinnen und Kunden spürbar zu verbessern“, so Andreas Brandstetter, CEO UNIQA Insurance Group AG.

Verrechnete Prämien um 17% gewachsen

Die verrechneten Prämien der UNIQA Group inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung stiegen im 1. Halbjahr 2021 vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung der AXA-CEE-Gesellschaften um 17,1% auf 3.310,0 Millionen Euro (1 – 6/2020: 2.827,8 Millionen Euro). Während die laufenden Prämien mit 3.239,2 Millionen Euro um 16,3% wuchsen (1 – 6/2020: 2.784,8 Millionen Euro), erhöhten sich die Einmalerlagsprämien in der Lebensversicherung um 64,7% auf 70,8 Millionen Euro (1 – 6/2020: 43,0 Millionen Euro). Die abgegrenzten Prämien einschließlich der Nettosparanteile der Prämien aus der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung – diese betrugen 160,1 Millionen Euro (1 – 6/2020: 152,9 Millionen Euro) – stiegen im 1. Halbjahr 2021 um 15,1% auf 2.983.2 Millionen Euro (1 – 6/2020: 2.592,7 Millionen Euro). Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (nach IFRS) erhöhten sich um 15,7% auf 2.823,1 Millionen Euro (1 – 6/2020: 2.439,8 Millionen Euro).

Die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 um 19,9% auf 1.877,4 Millionen Euro (1 – 6/2020: 1.565,4 Millionen Euro).

In der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien im Berichtszeitraum um 5% auf 615,2 Millionen Euro (1 – 6/2020: 585,8 Millionen Euro). In der Lebensversicherung erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 insgesamt um 20,8% auf 817,5 Millionen Euro (1 – 6/2020: 676,7 Millionen Euro). Der wesentliche Treiber dieser Entwicklung war die Erstkonsolidierung der AXA-Gesellschaften in CEE. Das Einmalerlagsvolumen nahm im 1. Halbjahr 2021 um 64,7% auf 70,8 Millionen Euro zu (1 – 6/2020: 43,0 Millionen Euro).

Verbesserte Combined Ratio

Der Gesamtbetrag der Versicherungsleistungen im Eigenbehalt der UNIQA Group erhöhte sich im 1. Halbjahr 2021 weniger stark als das Wachstum der abgegrenzten Prämien um 11,4% auf 2.050,3 Millionen Euro (1 – 6/2020: 1.840,0 Millionen Euro). Die Schadenquote nach Rückversicherung sank daher trotz der überdurchschnittlichen Belastung durch Wetterereignisse in Höhe von rund 45 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 auf 62,2% (1 – 6/2020: 64,3 Prozent). Die Combined Ratio nach Rückversicherung verbesserte sich auf 92,6% (1 – 6/2020: 96,7 Prozent).

Gesamtkostenquote reduziert

Die Gesamtkostenquote – das Verhältnis der gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den abgegrenzten Prämien einschließlich der Nettosparanteile der Prämien aus der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung – reduzierte sich unter Einbeziehung der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen auf 26,9% (1 – 6/2020: 27,6%).

Kapitalanlageergebnis um 42% gestiegen

Das Kapitalanlageergebnis stieg im 1. Halbjahr 2021 um 42,8% auf 307,2 Millionen Euro (1 – 6/2020: 215,1 Millionen Euro). Während im 1. Halbjahr 2020 Wertminderungen auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere das Kapitalanlageergebnis belasteten, konnte UNIQA in den ersten sechs Monaten 2021 in einem starken Kapitalmarktumfeld Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren in der Höhe von rund 69 Millionen Euro realisieren. Währungseffekte in Höhe von rund 5 Millionen Euro beeinflussten das Kapitalanlageergebnis negativ.

Ergebnis vor Steuern stark gewachsen

Das versicherungstechnische Ergebnis der UNIQA Group erhöhte sich im 1. Halbjahr 2021 vorwiegend aufgrund der verbesserten Schadenquote in der Schaden- und Unfallversicherung um 194,1% auf 111,1 Millionen Euro (1 – 6/2020: 37,8 Millionen Euro). Das operative Ergebnis wuchs um 224,3% auf 277,0 Millionen Euro (1 – 6/2020: 85,4 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern der UNIQA Group stieg dementsprechend um 289,1% auf 215,7 Millionen Euro (1 – 6/2020: 55,4 Millionen Euro).

Konzernergebnis erhöht

Das Konzernergebnis (den Aktionären der UNIQA Insurance Group AG zurechenbarer Anteil des Periodenergebnisses) erhöhte sich um 321,6% auf 170,7 Millionen Euro (1 – 6/2020: 40,5 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,56 Euro (1 – 6/2020: 0,13 Euro).

Ausblick

Aufgrund der verbesserten Profitabilität im versicherungstechnischen Kerngeschäft wird sich das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2021 voraussichtlich im Bereich von 330 bis 350 Millionen Euro bewegen.

Bild: ©Jürgen Fälchle – stock.adobe.com

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