Die Generali Familienstudie 2026 zeigt: Für 85% der Österreicher ist Familie das Wichtigste, gleichzeitig belasten Zeitmangel und finanzielle Verpflichtungen den Alltag. Absicherung wird von vielen als relevant gesehen, Entscheidungen erfolgen in 62% der Familien gemeinsam, gelten aber oft als komplex.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 15.04.2026
Die Generali Familienstudie 2026, für die über 1.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren im Rahmen einer repräsentativen Online-Erhebung sowie Tiefeninterviews befragt wurden, zeigt die Bedeutung von Absicherung im Familienkontext.
In rund drei Viertel der Familien werden Versicherungsentscheidungen gemeinsam getroffen, konkret bei 62% der Befragten. Gleichzeitig wird das Thema häufig als komplex wahrgenommen. Der Bedarf an verständlicher Orientierung sowie an finanzieller Bildung ist entsprechend hoch.
Als wichtigste Bereiche der Absicherung nennen die Befragten Eigentum mit 26% sowie Einkommen mit 25%. Dennoch sorgen aktuell nur 42% der Eltern finanziell für ihre Kinder vor.
Gregor Pilgram, CEO der Generali Versicherung:
"Die Generali Studie macht deutlich: Familie ist emotional unverzichtbar, aber fordert organisatorisch stark. Die Menschen wünschen sich Sicherheit, Übersicht und Entlastung – genau hier sehen wir unsere Verantwortung."
Belastungsfaktoren im Alltag
Für 85% der Befragten ist die Familie das Wichtigste im Leben. 78% der spontanen Assoziationen sind positiv, insbesondere in Bezug auf Zusammenhalt, Liebe und Vertrauen.
Gleichzeitig zeigen sich Belastungen im Alltag. Zeitmangel und Stress zählen zu den größten Herausforderungen, gefolgt von Weltpolitik, Gesundheit nahestehender Personen und finanziellen Themen. Für 39% stellt Verantwortung eine der größten negativen Seiten des Zusammenlebens dar.
Ein weiterer Faktor ist der sogenannte Mental Load. Frauen geben an, 72% der organisatorischen und koordinativen Aufgaben zu übernehmen, während Männer ihren Anteil auf 43% schätzen.
Kinder und finanzielle Auswirkungen
Kinder stehen im Zentrum des Familienlebens. 78% der Eltern geben an, dass Kinder ihr Leben bereichern, 80% sehen persönliche Weiterentwicklung durch Elternschaft.
Gleichzeitig berichten 81%, dass Kinder zu finanziellen Einschränkungen führen, und 80%, dass sie ein persönliches Zurückstellen erfordern. 42% empfinden Kinder zumindest phasenweise als Belastung für die Paarbeziehung.
Unterstützung kommt häufig von Großeltern: 63% der Befragten erhalten Hilfe bei Kinderbetreuung und Organisation.
Veränderung von Familienstrukturen
Die Studie zeigt auch Veränderungen in den Vorstellungen von Familie. 64% der 16- bis 40-Jährigen wünschen sich eine klassische Kernfamilie, während dieser Wert bei den 40- bis 70-Jährigen rückblickend bei 72% liegt.
Für das Jahr 2046 erwarten 69% eine größere Vielfalt an Familienformen. 67% rechnen mit weniger Kindern, 47% mit häufigeren Brüchen in Lebensläufen. Für 36% gewinnen Freundschaften als Ersatz für klassische Familienstrukturen an Bedeutung.
Foto oben: Gregor Pilgram, CEO der Generali Versicherung
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