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Allianz-Studie 2025: Österreich macht Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität

(Bild: © Creative_Bringer - stock.adobe.com)

Allianz-Studie 2025: Österreich macht Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität

19. November 2025

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Allianz Research hat 69 Länder hinsichtlich ihrer Fortschritte zur Klimaneutralität bewertet. Global liegen 15 Staaten klar auf Kurs, Österreich erreicht Platz 22 und hat seit 2015 rund 26% der Lücke zu Netto-Null geschlossen.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 19.11.2025

Die Analyse basiert auf fünf Indikatoren: Kohlenstoff- und Energieintensität, konsum- und gebietsbezogene Emissionen pro Kopf sowie dem Anteil CO₂-armer Energie im Strommix. Der Bericht zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Luxemburg und die Schweiz gelten als führend, während China und die USA mit den Plätzen 57 und 58 nur geringe Verbesserungen seit 2015 verzeichnen.

Patrick Hoffmann, ESG-Ökonom bei Allianz Research:

"Die Klimapolitik steht weiterhin vor großen Herausforderungen, aber wir haben bereits erhebliche Fortschritte erzielt und sollten nicht auf halbem Weg aufgeben. Etwa die Hälfte der untersuchten Länder ist weiterhin auf gutem Weg, ihren Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu leisten. Das bedeutet nicht, dass die Mission erfüllt ist, aber es zeigt, dass wir nicht verloren sind. Diese Beispiele sollten als Motivation für die Nachzügler dienen, darunter China und die Vereinigten Staaten."

Österreich: Fortschritte und bestehende Hindernisse

Österreich belegt Platz 22 im Fortschrittsranking und Platz 23 im Ländervergleich. Seit 2015 wurden 26% der Lücke bei den untersuchten Indikatoren geschlossen. Die Emissionen sind seitdem um 14% gesunken, während das Bruttoinlandsprodukt um 10% gewachsen ist. Die Kohlenstoffintensität der Wirtschaft verringerte sich dadurch um 22%.

Der Anteil an den globalen CO₂-Emissionen sank von 0,17% auf 0,13%. CO₂-arme Energien decken inzwischen 86% der Stromerzeugung, darunter 20% aus Wind und Solar. Gleichzeitig zeigt sich eine ungleichmäßige Entwicklung: In den Bereichen Endkonsum, Verkehr und Landwirtschaft bestehen weiterhin deutliche Verzögerungen.

Katharina Utermöhl, Leiterin Thematic and Policy Research bei Allianz Research, betont:

"Österreich hat gezeigt, dass wirtschaftliches Wachstum und sinkende Emissionen vereinbar sind. Der hohe Anteil CO₂-armer Stromerzeugung gibt dem Land Rückenwind auf dem Weg zur Klimaneutralität. Doch jetzt braucht es klare politische Entscheidungen: Endkonsum, Verkehr und Landwirtschaft bremsen weiterhin – nur entschlossene Maßnahmen können die gute Ausgangslage in echte Zielerreichung verwandeln."

Klima- und Transformationsmaßnahmen der Allianz Österreich

Die Allianz Österreich richtet ihr Kerngeschäft langfristig auf Klimaneutralität 2050 aus. Das analysierbare Investmentportfolio ist nahezu frei von Kohle und Kernenergie; Öl- und Gas-Investments betragen rund fünf Prozent. Green und Social Bonds machen mehr als sechs Prozent des Portfolios der Allianz Elementar Versicherungs-AG aus, in der Allianz Elementar Lebensversicherungs-AG über drei Prozent.

In fondsgebundenen Produkten erfüllen rund zwei Drittel der Fonds die Kriterien nach Artikel 8 der Offenlegungsverordnung, etwa zehn Prozent jene nach Artikel 9. Die betrieblichen Emissionen pro Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter wurden seit 2019 um rund 40% reduziert; seit Anfang 2025 wird zu 100% zertifizierter Grünstrom bezogen.

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