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Wohnbarometer: Jeder Zehnte sieht hohes Einbruchsrisiko
12. Februar 2020

Wohnbarometer: Jeder Zehnte sieht hohes Einbruchsrisiko

 

Wie die Österreicher wohnen, ob sie Angst vor Einbrüchen haben und was sie von Smart Home halten, hat der VAV Wohnbarometer 2020 erhoben.


Für den „VAV Wohnbarometer“ hat das Gallup Institut 1.000 Personen in ganz Österreich befragt. Davon sind 54% Wohneigentümer, 46% Mieter. 71% der Befragten sehen Eigentum als wirtschaftlich sinnvollere Wohnform, 21% stimmten für die Miete. Gleichzeitig halten nur acht Prozent der Eigenheimbesitzer und drei Prozent der Mieter unter derzeitigen Voraussetzungen die Anschaffung von Wohneigentum für leicht finanzierbar. Für acht Prozent der Eigentümer und 39% der Mieter gilt Eigentum als unerschwinglich.

Anteil der Miete am Haushaltseinkommen

41% der Befragten wenden bis zu 30% des Haushaltseinkommens für die Miete auf, 25% bis zu 40% und neun Prozent mehr als 40%. Fast jeder Fünfte gibt bis zu 20% für die Miete aus. Die höchsten Mieten finden sich in Salzburg und Oberösterreich, wo 58% bis zu 30% ihres Haushalteinkommens für die Miete reservieren.

Subjektives Einbruchsrisiko geringer

Die Angst vor einem Einbruch ist im Jahresabstand gesunken. Laut der aktuellen Erhebung schätzen nur noch zehn Prozent diese Gefahr als hoch ein. Im Vorjahr waren es noch 13%. Weiterhin halten Jüngere das Einbruchsrisiko für geringer als Ältere.

E-Mobilität noch nicht angekommen

Wenig Bewegung gibt es hingegen bei der Frage nach dem Wunsch einer Ladestation für ein E-Fahrzeug im Wohnungsverband. Wie im Vorjahr wünschen sich vier Prozent unbedingt eine solche. Zwei Prozent verfügen bereits über eine Lademöglichkeit. 55% lehnen die Idee vehement ab. Rabe: „Der Wunsch nach E-Mobilität hat die breite Mitte bei weitem noch nicht erreicht“, sagt Sven Rabe, Vorsitzender des Vorstandes der VAV. Den Grund dafür sieht er in der „noch nicht erreichten Alltagstauglichkeit von E-Fahrzeugen“.

Smart Home bei Jungen beliebt

Die Verwendung von Sprachassistenten im Haushalt ist im Jahresverlauf von 14 auf 18% gestiegen, bei unter 30-jährigen von 21 auf 29%. Eingesetzt werden die Sprachassistenten vornehmlich für Home Entertainment, gefolgt von der Einholung von Wetterabfragen, allgemeiner lexikalischer Informationen sowie Nachrichten. Die internetbasierte Steuerung von Haushaltsgeräten ist nach wie vor wenig verbreitet. Neun Prozent (2019: sieben Prozent) nutzen diese Möglichkeit. 15% würden diese Features gerne in Anspruch nehmen, 56% lehnen diese ab.

Selbstkontrolle gegen Prämienrabatt

Eine Smart Home-Kontrolle im Abtausch gegen einen Prämienrabatt bei der Versicherung würden 30% in Betracht ziehen. Darunter sind mehrheitlich Jüngere, besser Gebildete und höher Verdienende. Rabe: „Smart Home Komponenten bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zum komfortablen und sicheren Wohnen und zum frühzeitigen Erkennen von Schäden. Diese Funktionen haben sich allerdings in der Breite noch nicht durchgesetzt“.

 





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