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VVO fordert weitere Reformschritte in der privaten Altersvorsorge

(Bild: © Wiener Städtische)

VVO fordert weitere Reformschritte in der privaten Altersvorsorge

18. Dezember 2025

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2 Min. Lesezeit

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Recht & Wissen

Der Versicherungsverband Österreichs (VVO) begrüßt die im Ministerrat angekündigte Stärkung der zweiten Säule des Pensionssystems. Zugleich verweist der Verband auf aus seiner Sicht noch fehlende Reformpunkte in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 18.12.2025

Die österreichische Versicherungswirtschaft bewertet die vom Ministerrat angekündigten Maßnahmen zur Stärkung der zweiten Säule des Pensionssystems grundsätzlich positiv. Aus Sicht des Versicherungsverbands Österreichs (VVO) bleiben jedoch zentrale Bereiche der betrieblichen und privaten Altersvorsorge unberücksichtigt, die im kommenden Jahr Teil des Reformpakets werden sollten.

Der VVO verweist darauf, dass die Betriebliche Kollektivversicherung seit ihrer Einführung im Jahr 2005 arbeits- und steuerrechtlich dem Pensionskassensystem gleichgestellt ist. Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, auch im Rahmen eines Generalpensionskassenvertrags vergleichbare Rahmenbedingungen für Pensionskassen und Betriebliche Kollektivversicherungen zu schaffen.

Ein weiterer Punkt betrifft die sogenannte Zukunftssicherung. Der dafür geltende Freibetrag wurde laut Verband seit 1975 nicht angepasst. Die im Regierungsprogramm vorgesehene Valorisierung müsse daher Bestandteil der weiteren Reformschritte sein. Auch bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge sieht der VVO Reformbedarf, um die private Vorsorge langfristig zu stärken.

Dr. Ralph Müller, Vizepräsident des Versicherungsverbands Österreichs:

"Die private Altersvorsorge sorgt für eine größere individuelle finanzielle Sicherheit im Alter und ist die ideale Ergänzung zur staatlichen Pension."

Aus Sicht des Verbands sollten staatliche, betriebliche und private Altersvorsorge gemeinsam in einem ausgewogenen Drei-Säulen-Modell verankert sein. Mag. Christian Eltner, Generalsekretär des VVO, erklärt dazu:

"Die Versicherungswirtschaft wird einen aktiven Beitrag leisten, das im Ministerrat angekündigte Paket im nächsten Jahr mitzugestalten."

Der Verband verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Rolle der Lebensversicherung als Teil der Altersvorsorge. Lebensversicherungen verfügen demnach über Kapitalanlagen von rund 65 Milliarden Euro und leisten tägliche Auszahlungen von mehr als 26 Mio. Euro.

Foto oben: Dr. Ralph Müller, Vizepräsident des Versicherungsverbands Österreichs

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