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Vergleichsportale: Kaum genutzt bei komplexen Produkten
21. Februar 2020

Vergleichsportale: Kaum genutzt bei komplexen Produkten

Je erklärungsbedürftiger eine bestimmte Finanzdienstleistung ist, desto weniger nutzen Kunden vor Vertragsabschluss Vergleichsportale. Das hat eine Umfrage in Deutschland ergeben.


Laut der Ipsos-Finanzmarktpanel-Befragung liegt der Anteil derjenigen, die vor einem Neuabschluss von Finanzdienstleistungen Vergleichsportale nutzen, seit mehreren Jahren relativ konstant zwischen 15 und 17%. Produktspezifisch gibt es allerdings große Unterschiede: Je erklärungsbedürftiger die Finanzdienstleistung, desto seltener werden Vergleichsportale genutzt.

Versicherungen: private Altersvorsorge wird kaum verglichen

Demnach werden knapp zwei Fünftel der Neuverträge bei Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherungen nach einem digitalen Preisvergleich geschlossen. Bei der Rechtsschutz- oder Haftpflichtversicherung sind es lediglich jeweils ca. ein Fünftel der Verträge. Zur Thematik der privaten Altersvorsorge wird fast überhaupt nicht verglichen.

Banken: Bausparverträge zu komplex für einen Vergleich

Im Bankenbereich werden vor allem Tages- und Festgeldkonten (ein Viertel bzw. knapp ein Drittel aller Neuabschlüsse), aber auch Raten- (knapp ein Viertel) und Hypothekendarlehen (gut ein Fünftel) vor dem Abschluss verglichen. Geht es hingegen um Girokonten, zieht nur jeder Zehnte ein Vergleichsportal zu Rate. Was die Produkte der privaten Altersvorsorge für den Versicherungsbereich sind, sind im Bankenbereich die Bausparverträge: Aufgrund ihrer hohen Komplexität werden sie nahezu gar nicht digital verglichen.

Quelle: AssCompact Deutschland; bearbeitet durch Redaktion Österreich





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