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Merkur sucht neuen Generaldirektor
27. Juni 2019

Merkur sucht neuen Generaldirektor

Mit der Jahresbilanz kündigt die Merkur Versicherung AG auch das Ausscheiden von Generaldirektor Gerald Kogler zu Jahresende an.


„Die Merkur hat sich in den letzten zehn Jahren hervorragend entwickelt“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Lechner in der Hauptversammlung. Nach erfolgter Beschlussfassung wird Generaldirektor Mag. Gerald Kogler „im besten Einvernehmen“ Ende 2019 aus dem Unternehmen ausscheiden und sich „neuen Herausforderungen“ widmen. In den nächsten Wochen oder Monaten will der Aufsichtsrat einen Nachfolger finden.

Im vergangenen Jahr habe die Merkur eine „solide Prämienentwicklung“ erzielt. So stiegen die Prämien um 5,1% auf 493,7 Mio. Euro. Die Anzahl der versicherten Risken lag am Bilanzstichtag bei 1.004.391 Risken (2017: 990.414). Die Aufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich 2018 auf 353,4 Mio. Euro und haben damit um 5,6% zugenommen.

Das Ergebnis ist durch sinkende laufende Finanzerträge aufgrund des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus belastet. Zusätzlich wirken sich Brexit und der Handelsstreit zwischen USA und China als Belastung für die Kapitalmärkte aus. Der Gewinn vor Steuern (EGT) erreichte 9,8 Mio. Euro.

Lebensversicherung rückläufig

Wachstumsträger war im Vorjahr wiederum die Krankenversicherung. Dort stiegen die Prämien um 6,9% auf 397,9 Mio. Euro – womit der prognostizierte Marktdurchschnitt (+ 4,0%) deutlich übertroffen wurde. Die aus Krankenversicherungspolizzen ausgezahlten Versicherungsleistungen erhöhten sich auf 270,0 Mio. Euro. Die Zahl der Risken stieg um 3,6% auf 616.360.

In der Sachversicherung wuchs das Prämienvolumen um 1,2% auf 20,7 Mio. Euro. Einen leichten Rückgang gab es in der Unfallversicherung um 0,6% auf 29,0 Mio. Euro. In der Lebensversicherung sank das Prämienvolumen um 3,9% auf 46,1 Mio. Euro. Insgesamt wurden 2018 in der Leben-Sparte 55,4 Mio. Euro an Kunden ausgezahlt.

Auslandsgeschäft stabil

Das Auslandsgeschäft entwickelte sich im 2018 stabil. Insgesamt erzielte die Merkur in der Region Südosteuropa (CEE) – Slowenien, Kroatien und Serbien – ein Prämienvolumen von 89,0 Mio. Euro. Mit Jahresende befanden sich 442.678 versicherte Risken im Bestand. Insgesamt steigerte der Merkur Konzern sein Prämienvolumen um 1,7% auf 582,8 Mio. Euro, davon entfallen 15,7% auf die Tochtergesellschaften in Südosteuropa. Die Anzahl der Risken sank auf 1.447.069 (2017:1.526.273). Das Minus von – 5,2% ist insbesondere dem Verkauf der Merkur BH osiguranje d.d an die Vienna Insurance Group geschuldet. Insgesamt verzeichnete der Gesamtkonzern zum Bilanzstichtag einen positiven Vorsteuergewinn (EGT) in Höhe von 9,8 Mio. Euro.





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