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FMA: Österreichs Fondsindustrie holt wieder auf
11. September 2020

FMA: Österreichs Fondsindustrie holt wieder auf

Aus dem FMA-Bericht Asset Management im 2. Quartal 2020 geht hervor, dass Österreichs Fondsindustrie den Covid-19-Einbruch des 1.Quartals zu großen Teilen aufholte. Die österreichischen Nachhaltigkeitsfonds gemäß dem Umweltzeichen 49 erwiesen sich in der Covid-19-Krise bisher als besonders stark.


Österreichs Fondsindustrie verwaltete zum 30. Juni 2020 Vermögenswerte im Volumen von 187,2 Mrd., ein Plus von 12,9 Mrd. (+7,4%) im Vergleich zum Ultimo des 1.Quartals 2020. Sie konnte damit den massiven Rückgang durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im 1. Quartal (- 20,7 Mrd.) zu großen Teilen wieder wettmachen und lag damit nur mehr um –4% oder 7,8 Mrd. unter dem historischen Höchststand von 195 Mrd. zum Jahresultimo 2019. Das geht aus dem FMA-Bericht Asset Management im 2. Quartal 2020 hervor.

Zum Ende des 2. Quartals entfielen 104,9 Mrd. des Fondsvolumens auf Alternative Investmentfonds (AIF) und 82,3 Mrd. auf „Organismen für gemeinsame Anlage in Wertpapieren“ (OGAW). Langfristige erhöht sich dabei der Anteil des von AIF gehaltenen Vermögens im Vergleich zu jenem in OGAW. Dies geht aus dem heute veröffentlichten FMA-Bericht „Asset Management im 2.Quartal 2020“ hervor.

Nachhaltigkeitsfonds besonders stark

Gegliedert nach Veranlagungsstrategie wurde das Fondsvermögen zum Stichtag wie folgt verwaltet: Mischfonds € 82,2 Mrd. (+7,5% oder + € 5,7Mrd. im Vergleich zum Vorquartal / – € 1,3 Mrd. oder – 1,6% im 1. Hj. 2020), Rentenfonds € 60,5 Mrd. (+6,0% o. + € 3,4 Mrd. / – € 1,6 Mrd. o. –2,6%), Aktienfonds € 28,2 Mrd. (+15,6% o. + € 3,8 Mrd. / – € 4,8 Mrd. o. –14,4%), Immobilienfonds € 9,6 Mrd. (+1,5% o. + € 144 Mio. / + € 171 Mio. o. +1,8%), kurzfristige Rentenfonds € 5,8 Mrd. (-2,0% o. – € 120 Mio. / – € 228 Mio. o. – 3,8%), Private Equity Fonds € 0,6 Mrd. sowie sonstige Fonds € 0,4 Mrd. Die Erholung des Fondsvermögens der einzelnen Kategorien resultiert insbesondere aus Kurswertgewinnen sowie zum Teil aus Nettomittelzuflüssen. Obwohl die Zahl der Österreichischen Nachhaltigkeitsfonds gemäß dem Umweltzeichen 49 (UZ49) im abgelaufenen Halbjahr mit +/- 77 in etwa gleichblieb, erwiesen sich diese auch in der Covid-19-Krise bisher besonders stark: ihr Fondsvermögen stieg von €10,5 Mrd. Ende 2019 (2018: €5,8 Mrd.) auf €10,7 Mrd. Ende 1. Quartal und € 12,5 Mrd. Ende 2. Quartal, ein Plus von 18,2% allein im ersten Halbjahr.

Derartige Fonds machen bereits fast 6,7% des gesamten verwalteten Fondsvermögens aus.

Ausländische Fonds in Österreich steigen beständig

Die Zahl der in Österreich zum Vertrieb notifizierten ausländischen Fonds steigt seit Jahren beständig, auch die derzeitige Krise konnte den Trend nicht aufhalten: Waren es zum Jahresultimo 2014 6.382 (6.110 OGAW und 272 AIF) so betrug die Zahl am 30. Juni 2020 bereits 9.135 (7.567 OGAW, 1.568 AIF). Allein im 1. Halbjahr 2020 ist die Zahl der notifizierten ausländischen Fonds um 277 angestiegen. Gemanagt wurden die österreichischen Fonds zum Stichtag 30.6.2020 von 14 österreichische Kapitalanlagegesellschaften (KAG) und 52 Alternative Investmentfonds Managern (AIFM). Zusammen betreuten diese 2.025 Fonds (1.112 AIF und 913 OGAW), um 6 weniger als zum Jahresultimo 2019. Gegliedert nach Veranlagungsstrategie handelte es sich dabei um 1.116 Mischfonds, 436 Rentenfonds, 329 Aktienfonds, 54 kurzfristige Rentenfonds, 31 Private Equity Fonds, 18 Immobilienfonds sowie 41 sonstige Fonds.





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