UNIQA: Vorläufiges Ergebnis 2021 über Erwartungen

UNIQA: Vorläufiges Ergebnis 2021 über Erwartungen

24. Februar 2022

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4 Min. Lesezeit

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News-Versicherungen

Trotz außerordentlich hoher Belastungen aus Großschäden und Naturkatastrophen von über 300. Mio Euro vor Rückversicherung konnte UNIQA ihre Combined Ratio auf 93,7% verbessern. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 382,3 Mio. Euro deutlich über dem Zielwert von 330 bis 350 Mio. Euro.

Andreas Richter

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 2/24/2022

„Wir blicken auf ein ausnehmend erfolgreiches Jahr 2021 mit einem exzellenten Geschäftsverlauf, einer sehr zufriedenstellenden Profitabilitätsentwicklung und guten Ergebnissen in der Veranlagung zurück“, so Andreas Brandstetter, CEO UNIQA Insurance Group AG.

Die gesamten verrechneten Prämien der UNIQA Group (inklusive Sparanteile) stiegen im Jahr 2021 um 14,2% auf 6.358,0 Mio. Euro. Die verrechneten Prämien bei UNIQA Österreich erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,1 % auf 3.916,6 Mio. Euro. Bei UNIQA International stiegen die verrechneten Prämien aufgrund der erstmaligen Integration der AXA-Gesellschaften um 42,1% auf 2.423,3 Mio. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis der UNIQA Group stieg 2021 aufgrund der verbesserten Kostenentwicklung und der günstigen Schadenbelastung um 167,2% auf 209,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 137,4% auf 588,0 Mio. Euro. Dementsprechend versiebenfachte sich das Ergebnis vor Steuern von UNIQA gegenüber dem Vorjahr auf 382,3 Mio. Euro.

Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit

„Unser Strategieprogramm ‚UNIQA 3.0 – Seeding The Future‘, mit dem klaren Ziel, Gesundheit und Wohlstand unserer Kund:innen spürbar zu verbessern, zeigt bereits erste Erfolge. Wir wollen in allen 18 Märkten kundenorientierter und effizienter werden, um unsere Profitabilität weiter zu verbessern. Das soll sich natürlich auch in einer progressiven Dividendenpolitik widerspiegeln. Der Vorstand wird der Hauptversammlung deshalb die Ausschüttung einer Dividende von 55 Cent je Aktie – 2019 und 2020 waren es jeweils 18 Cent je Aktie – vorschlagen, wodurch wir wieder an die Vor-Corona-Zeit und das Niveau des Geschäftsjahres 2018 mit 53 Cent je Aktie anknüpfen“, so Brandstetter weiter.

Neben einer strikten Kostendisziplin und der Transformation der Unternehmenskultur bliebe der Fokus auf umfassenden Investitionen in Digitalisierung, IT und Data sowie dem Gesundheitsbereich. Ziel sei es, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen über die reine Versicherung hinaus – insbesondere mit der Tochtergesellschaft SanusX – langfristig zu einem holistischen Gesundheitsanbieter zu werden.

Darüber hinaus ist UNIQA eine strategische Partnerschaft mit dem Klimanetzwerk „Net Zero Asset Owner Alliance“ eingegangen und hat sich damit zur detaillierten Berichterstattung zu Fortschritten im Bereich der nachhaltigen Veranlagung verpflichtet.

Ausblick für 2022

UNIQA rechnet im Jahr 2022 mit unveränderten bzw. steigenden Prämien und geht von einer Combined Ratio in etwa auf dem Niveau von 2021 aus. Aufgrund des Geschäftsverlaufs im vergangenen Jahr, der Entwicklung und dem Fokus der laufenden Optimierung des versicherungstechnischen Ergebnisses und weiteren Umsetzungsschritten des Wachstumsprogramms „UNIQA 3.0 – Seeding the Future“ blickt UNIQA optimistisch in das Jahr 2022. Dieser Ausblick erfolgte jedoch unter den Annahmen, dass sich die makroökonomischen Entwicklungen im Jahresverlauf nicht deutlich verschlechtern, keine schwerwiegenden Verwerfungen auf Kapitalmärkten eintreten und die Schäden aus Naturkatastrophen im Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen. Aufgrund der Aufgrund der aktuellen militärischen Intervention Russlands in der Ukraine seien alle Erwartungen für das Gesamtjahr 2022 mit hoher Unsicherheit behaftet. Weitere Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Europa, die Einschätzung der künftigen EZB-Politik, die Reaktionen auf dem Kapitalmarkt sowie die Inflationsentwicklung seien daher aktuell schwer zu prognostizieren.

Foto oben: Andreas Brandstetter, CEO UNIQA Insurance Group AG

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