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Wie die digitale Entwicklung Leben und Arbeitswelt verändert
20. Oktober 2017

Wie die digitale Entwicklung Leben und Arbeitswelt verändert

Orientierung in bewegten Zeiten bietet der AssCompact Trendtag heute, Donnerstag, in der Pyramide in Wien/Vösendorf. Über die Auswirkungen des digitalen Wandels referierten und diskutierten zur Eröffnung der TV-Moderator und Social Media Experte Armin Wolf, die General Managerin von Microsoft Österreich, Dorothee Ritz, und der Genetiker und Bestsellerautor Univ.-Prof. Markus Hengstschläger.


AssCompact Herausgeber und Trendtagveranstalter Franz Waghubinger verwies bei der Eröffnung auf die beispiellose Dynamik und Tragweite des digitalen Wandels, die ein Umdenken in der Kommunikation mit zunehmend informierten und kritischen Kunden erfordere. „Wer regional und digital arbeiten kann, wird klar im Vorteil sein.“ Wesentlich sei auch die digitale Kommunikation innerhalb der Versicherungsbranche – „hier sind wir noch in der Steinzeit“.

Waghubinger riet dazu, die großen Herausforderungen – von der Vertriebsrichtlinie IDD inklusive Ausbildungsverpflichtung über die Datenschutzgrundverordnung bis hin zum Spagat zwischen digitaler und persönlicher Kommunikation – auch als Chance zu sehen. „Fachwissen, Individualität und Flexibilität, gepaart mit dem persönlichen Faktor“ nennt er als das Erfolgsrezept für die Zukunft.

Wie Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

Vom Computer der 70er-Jahre über das erste Smartphone 2007 bis zu Chatbots und Cyborgs: Armin Wolf zeigte auf, wie digitale Technologien und künstliche Intelligenz unser Leben in gravierendem Ausmaß umwälzen werden. „Schon jetzt können Maschinen unglaublich viel, und das verändert unser Leben dramatisch.“ So habe etwa eine japanische Versicherung ein Drittel ihrer Mitarbeiter entlassen, weil ein Algorithmus die Schadensmeldungen bearbeitet. „In immer mehr Beratungsberufen werden Berater durch Maschinen ersetzt.“ Die Frage sei nun, ob uns der Fortschritt arbeitslos macht, oder ob neue Jobs entstehen.

Neue Geschäftsmodelle gefragt

Ein allzu düsteres Bild der künftigen Arbeitswelt wollte Dorothee Ritz nicht zeichnen. Immer wenn es um Empathie und Vertrauen gehe, sei der Mensch unverzichtbar. „Gerade die Versicherungswirtschaft ist eine Wachstumsbranche, in der sehr viel mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, als durch automatisierte Prozesse ersetzt werden“. Digitales Lernen sei entscheidend für den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens. „Schaffen Sie Freiräume für Ihre Mitarbeiter, damit diese sich weiterbilden können.“ In Österreich hätten 50% der Unternehmen haben eine Digitalisierungsstrategie, die rein auf Kostenoptimierung beruht. „Mutig wäre es, darüber nachzudenken, was mein neues Business-Modell ist“.

Mut zu eigenen Wegen abseits des Durchschnitts

Ein Plädoyer gegen die Orientierung am Durchschnitt hielt Markus Hengstschläger. Diese mache ein Land von einem „Innovation Leader“ zu einem „Innovation Follower“. „Wir verwenden Wissen aus der Vergangenheit und Gegenwart, um uns auf die Zukunft vorzubereiten.“ Dies sei jedoch völlig irrelevant. Es brauche vielmehr „Flexicurity“: „Flexibility“ für die Zukunft, die unvorhersehbar ist und „Security“ für die vorhersehbare Zukunft. „Wir müssen der nächsten Generation mitgeben, dass sie nicht nur den Fokus auf Sicherheit legt, sondern Neues ausprobiert, das noch nie jemand zuvor gemacht hat. „Dazu braucht es eine ordentliche Portion Mut.

Einen Nachbericht zum AssCompact Trendtag inklusive Fotogalerie finden Sie im morgigen Newsletter.





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