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VAV Wohnbarometer 2023: 78% können sich weniger leisten als im Vorjahr

VAV Wohnbarometer 2023: 78% können sich weniger leisten als im Vorjahr

04. Mai 2023

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Laut dem VAV Wohnbarometer 2023 bleibt quer durch alle Einkommensklassen lediglich eine Minderheit von Haushalten vom Spardruck verschont. Weiters weist die Umfrage aus, dass über sämtliche Einkommensklassen hinweg bei allen Formen des Ausgehens - vom Club bis zum eleganten Essen im Restaurant - ein starkes Einsparungspotenzial gesehen wird.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 5/4/2023

Für die Studie wurden vom österreichischen Gallup Institut im Auftrag der VAV Versicherungs-Aktiengesellschaft 1.000 Probandinnen und Probanden von 18 Jahren und älter in ganz Österreich zum Anteil der Mieten am Haushaltsbudget, zur Entwicklung der Mieten, zur Leistbarkeit des Eigenheims und zur Wohnform befragt. Das sind die Ergebnisse:

In der höchsten Einkommensklasse ab 3.000 Euro pro Monat verzichten 53% auf Vergnügungen außer Haus, in der niedrigsten Einkommensstufe unter 1.500 Euro sind es 62%, die das Ausgehen bleiben lassen.

Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV:

"Die Menschen bevorzugen Bereiche, in denen schnell, effizient und ohne langfristige Beeinträchtigung der Lebensqualität gespart werden kann."

Ganz anders präsentiert sich die Situation bei essenziellen Lebensbereichen wie dem Kauf von Lebensmitteln und Kleidung. 45% der einkommensschwächsten Haushalte geben an, sich beim Lebensmittelkauf einzuschränken, beim Erwerb von Kleidung sind es sogar 55%. In einkommensstarken Haushalten sehen sich nur 12% gezwungen bei Lebensmitteln zu sparen, bei Kleidung sind es immerhin 38%.

Bei der Anschaffung langlebiger Konsumgüter wie Möbel und Elektrogeräte halten sich am stärksten Bezieher mittlerer Einkommen zurück. Hier ist die Einkommensgruppe bis 3.000 Euro zu 44% vertreten, an zweiter Stelle stehen die finanzschwächsten Haushalte mit 37%.

Ein ähnliches Bild bietet sich bei Reisen, wo gleichfalls Gruppen mit mittleren Einkommen die höchste Sparneigung zeigen, und bei den Ausgaben für Kultur. Die Raumtemperatur hingegen wird am ehesten in ärmeren Haushalten gesenkt.

Beim Verzicht auf Autofahrten stehen finanziell besser gestellte Haushalte mit Einkommen über 3.000 Euro mit 39% an erster Stelle.

Ein signifikant unterschiedliches Sparverhalten zeigt sich vornehmlich beim Ausgehen. Ältere sparen mit 53% weniger als Jüngere, was wahrscheinlich auf ein niedrigeres Ausgangsniveau zurückzuführen ist.

Keine Entlastung im laufenden Jahr

Ein guter Teil der Haushalte fühlt sich wegen der teuren Energie heuer ärmer als im Vorjahr. So sagen 43% der Studienteilnehmer*innen, dass sie sich dieses Jahr „ein bisschen weniger“ leisten können als noch 2022, 35% können sich sogar „viel weniger“ leisten. Einkommensschwache Haushalte fühlen sich noch stärker betroffen und stimmen zu 60% für „viel weniger“ und zu 27% für „ein bisschen weniger“.

Sven Rabe:

"Es gibt einen zumindest gefühlten Wohlstandsverlust, den auch großzügige Energiepreishilfen und hohe kollektivvertragliche Abschlüsse nicht abfedern konnten."

Foto oben: Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV

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