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Regierungskrise: IDD-Lehrplan, bitte warten!
21. Mai 2019

Regierungskrise: IDD-Lehrplan, bitte warten!

Das Ibiza-Video, das die türkis-blaue Koalition gesprengt hat, wird wohl auch für Österreichs Maklerschaft unangenehme Folgen haben. Fachverbandsobmann KR Christoph Berghammer rechnet mit einer weiteren Verzögerung bei der Genehmigung des Lehrplans und der Verordnung der Standesregeln.


Seit Monaten liegen die Entwürfe des Lehrplans für die 15-stündige Weiterbildungsverpflichtung im Rahmen der IDD und der Standesregeln, die der Fachverband der Versicherungsmakler beide ausgearbeitet hat, zur Genehmigung im Wirtschaftsministerium. Was noch fehlt, ist die Unterschrift von Ministerin Margarethe Schramböck. Und die wird wohl weiter auf sich warten lassen, insbesondere dann, wenn auch die ÖVP-Minister ausgetauscht werden sollten. „Ich gehe von einer weiteren Verzögerung aus“, sagt Fachverbandsobmann KR Christoph Berghammer, „denn in der jetzigen Situation gelten wohl andere Prioritäten“.

„Wer soll dann die Verordnung unterschreiben?“

Sollte es wie von der Opposition angekündigt tatsächlich zu einem Misstrauensantrag gegen die gesamte Regierung kommen und dieser Antrag eine Mehrheit im Parlament finden, werden die Maklerkolleginnen und -kollegen wohl noch länger auf den Lehrplan und die Standesregeln warten. „Wenn auch die ÖVP-Minister zurücktreten müssen – wer soll dann die Verordnung unterschreiben“, fragt sich Berghammer, „die neuen Personen müssten ja erst angelobt werden. Ich gehe davon aus, dass diese nicht alles sofort ungelesen unterschreiben, was noch von ihren Vorgängerinnen und Vorgängern auf dem Tisch liegt!“

Was auch immer die nächsten Tage in Österreichs Innenpolitik bringen: Berghammer will auch mit einer allfälligen Übergangsregierung sofort das Gespräch suchen. „Wir werden sofort mit den zuständigen Personen Kontakt aufnehmen“, verspricht der Fachverbandobmann.

Titelbild: BKA/Andy Wenzel



Kommentare

von Stephan Pestitschek am 21.05.2019 um 13:19 Uhr
Da muß man sich bei den Initiatoren der Falle bedanken, die es scheinbar nicht ertragen haben, daß eine Regierung erfolgreich arbeitet und daß wer die EU kritisiert.



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