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Krankenversicherung: Wie ernst nehmen die Österreicher ihre Gesundheit?
26. August 2020

Krankenversicherung: Wie ernst nehmen die Österreicher ihre Gesundheit?

Welchen Stellenwert nimmt die Gesundheit im Leben der Österreicher tatsächlich ein? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine aktuelle Studie des digitalen Versicherungsmanagers CLARK in Zusammenarbeit mit YouGov. Die Ergebnisse zeigen: Für 84% der Österreicher nimmt ihre Gesundheit einen wichtigen bis sehr wichtigen Stellenwert in ihrem Leben ein. Um im Falle einer Erkrankung schnell die nötige Behandlung zu bekommen, haben 13% auch eine oder mehrere Zusatzversicherungen abgeschlossen.


Alarmierend ist jedoch: Gerade die Risiken für Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder schwere Allergien scheinen die Österreicher noch zu unterschätzen.

Gesetzliche Krankenversicherung nur Basisschutz

Bei der Frage, was sie für ihre Gesundheit tun, denken viele Bürger zuerst an Verzicht: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt im Rahmen der CLARK-Studie an, ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum einzuschränken. Erst an zweiter Stelle stehen eine bewusste Ernährung (54%) und ausreichend Schlaf (54%). Weiterhin scheint ein gesunder Lebensstil vor allem den Österreicherinnen wichtig zu sein: Alle drei Kategorien wurden jeweils von mindestens 10% mehr Frauen als Männern im Rahmen der Umfrage angegeben. Die Jüngeren wiederum haben bei der Bewegung die Nase vorn: 60% der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren treibt regelmäßig Sport, um den Körper fit zu halten. Schon bei den 25– bis 34-Jährigen sind es nur noch 47%.

23% der Befragten geben weiterhin an, sich mindestens einmal in der Woche oder öfter mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Um im Falle einer Erkrankung schnell die nötige Behandlung zu bekommen, haben 13% der Befragten auch eine oder mehrere Zusatzversicherungen abgeschlossen. „Kassenpatienten müssen immer öfter für Untersuchungen und Behandlungen selbst bezahlen. Für viele gesetzlich Versicherte lohnt es sich deshalb, über Zusatzversicherungen nachzudenken”, so die CLARK-Versicherungsexperten. „Beispielsweise bietet die gesetzliche Krankenversicherung ihren Versicherten lediglich einen Basisschutz, auch Regelversorgung genannt. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung lässt sich dieser Schutz aufwerten und Vorsorge für den Ernstfall treffen.”

Volkskrankheiten: Risiken sehen – und ignorieren

„Mich wird es schon nicht treffen.“ Auf diesen Nenner lässt sich das Verhältnis vieler Österreicher zu Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Krebs oder Diabetes bringen. Laut CLARK-Umfrage halten beispielsweise 40% der Befragten ihr persönliches Risiko für die Entwicklung eines Bluthochdrucks oder das Erleiden eines Herzinfarkts für eher oder sehr gering. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Krebs: 41% der Befragten glauben laut CLARK-Umfrage, sie seien vor einer Krebs-Diagnose eher sicher. Dabei gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs als die häufigsten Todesursache in Österreich. Noch auffälliger ist die Diskrepanz bei Allergien. 64% der Befragten gehen davon aus, keine schwere Allergie auszuprägen. Dabei tritt diese chronische Überreaktion des Immunsystems bei jedem vierten Österreicher auf – Tendenz steigend.

Bild: ©detailblick-foto - stock.adobe.com





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