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Die Zukunft der Versicherer liegt in hybriden Geschäftsmodellen
11. Juni 2019

Die Zukunft der Versicherer liegt in hybriden Geschäftsmodellen

Um im Wettbewerb gegen InsurTechs und Amazon & Co. zu bestehen, müssen Versicherer geeignete Partner an Bord holen, so eine aktuelle Studie von BearingPoint. Mithilfe von hybriden Geschäftsmodellen gilt es, das Angebot in Richtung digitaler Plattform zu erweitern.


Versicherer müssen umdenken und ihr Angebots- und Serviceportfolio im Internet auszubauen, um auch künftig gegen die zunehmende Konkurrenz durch InsurTechs und Internetkonzernen wie Google oder Amazon wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies unterstreicht eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Die Gesellschaften sollten dazu auf hybride Geschäftsmodelle setzen, also auf die Kombination aus traditionellem Geschäft der Versicherungen und dem Modell eines digitalen Plattformanbieters.

Angebote und Services auf einer Plattform bündeln

Eine solche Plattform vermittelt dann zugleich Versicherungs- und Nichtversicherungsprodukte sowie Dienstleistungen des Versicherers wie etwa Gesundheitsberatung via Chats, die Lieferung von Medikamenten oder der Zugriff auf eine digitale Gesundheitsakte. Die Angebote lassen sich mit den Daten der Nutzer personalisieren, worin die Studie einen großen Vorteil solcher Plattformen sieht. Und laut Studie wünschen sich die Kunden auch eine personalisierte Beziehung zu ihrem Versicherer.

Drittanbieter an Bord holen

Um solche hybriden Modelle umzusetzen, sollten Versicherer auf geeignete Partner setzen. „Nur wer Drittanbieter ins Boot holt, kann gegen innovative InsurTechs und die großen Player wie Google und Amazon bestehen“, betont Matthias Höhne, globaler Leiter Insurance bei BearingPoint. Mehr als die Hälfte der Kunden würden es für legitim halten, dass Versicherungsgesellschaften „Nicht-Versicherungsleistungen“ anbieten, sofern die Drittpartei vertrauenswürdig ist.

Beispiel China

Als Vorbild nennt BearingPoint den chinesischen Versicherungskonzern Ping An und die digitale Gesundheitsplattform „Good Doctor”. Hierbei hat der Versicherer zusammen mit mehr als 14.000 Partnern wie Krankenhäusern oder Apotheken ein Gesundheitsökosystem geschaffen, über das sich zum Beispiel Arzttermine buchen lassen. Die Plattform zählt bereits über 200 Mio. Nutzer.

Es hapert an einer schnellen Umsetzung

Einige Gesellschaften setzen hybride Geschäftsmodelle bereits erfolgreich in der Praxis um. Laut Studie hätten die Versicherer vielfach die Notwendigkeit erkannt, sich Partner zu suchen, um im digitalen Wandel bestehen und mit den sich verändernden Kundenanforderungen Schritt halten zu können. Derzeit scheinen die Gesellschaften aber an einer schnellen Umsetzung zu scheitern.

Quelle: AssCompact Deutschland; bearbeitet durch Redaktion Österreich





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