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ÖVM Gütesiegel für Maklerbetriebe: Ansporn zur Weiterbildung!
14. Januar 2021

ÖVM Gütesiegel für Maklerbetriebe: Ansporn zur Weiterbildung!

Seit Anfang Jänner haben Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit sich für das ÖVM Qulitäts-Gütesiegel zu qualifizieren. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen unterschiedliche Kriterien erfüllt sein.


Initiator und ÖVM-Vorstand Gerhard Veits: „Wir freuen uns, unseren Mitgliedsbetrieben diese Möglichkeit anbieten zu können, sich offiziell zertifiziert vom Mitbewerb abzuheben.“

Kriterien zu Qualifizierung:

Zwingend sind die ÖVM-Mitgliedschaft und eine aktive Gewerbeberechtigung, die seit mindestens fünf Jahren besteht. Um ÖVM-qualifiziert zu werden, muss man innerhalb eines Kalenderjahres 300 Credits erreichen, die man aus einem Kriterienkatalog, den man bei den Bewerbungsunterlagen übermittelt bekommt, ablesen kann. Sind alle Voraussetzungen inklusive zu erzielender Credits gegeben, bekommt man das Gütezeichen für drei Jahre verliehen und kann es im Rahmen des Webauftrittes oder gerahmt in den Büroräumlichkeiten öffentlich machen.

Die Re-Zertifizierung für weitere drei Jahre kann nach Ablauf wieder beantragt werden. Die Basis für eine Weitergewährung des Zertifikats sind dann insgesamt 600 Credits innerhalb der drei vergangenen Jahre.

Kosten: Bei erstmaligem Antrag bezahlt man für Prüfung, Erteilung und Schutzgebühr 250 Euro netto, ebenso viel dann bei Re-Zertifizierung.

Überblick über die wichtigsten Kriterien
  • Weiterbildung für MaklerInnen und MitarbeiterInnen: Wesentlich für die Zertifizierung ist die Bereitschaft, mehr in Weiterbildung zu investieren als über die IDD vorgeschrieben. Für GewerbeinhaberInnen bedeuten das mindestens 13 zusätzliche Stunden, für ihre MitarbeiterInnen mindestens fünf Stunden mehr pro Mann/Frau und Nase. Weitere Credits für Aus- und Weiterbildung kann man sich über fachspezifische akademische oder Lehr-Ausbildungen holen.
  • Gesetzteskonform laut IDD: Weitere Punkte holen sich zertifizierungswillige Unternehmen über den Nachweis gesetzteskonformer IDD-Bestimmungen. So etwa über die Verwendung einer Risikoanalyse, über das Bestehen einer Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung oder interner Produktvertriebsvorkehrungen. In dieser Kategorie gibt es insgesamt neun Inhalts-Punkte, für die man jeweils fünf Credits erzielen kann.
  • DSGVO-Einhaltung: Weitere 30 Credits erzielen Maklerbetriebe über acht mögliche mit jeweils fünf Punkten bewertete Nachweise einzelner Inhalte zu gesetzteskonformem DSGVO-Verhalten. Dafür muss etwa ein Datenschutzhandbuch vorhanden sein, ein Datenverarbreitungsverzeichnis oder ein Verschlüsselungssystem für die Datenübertragung.
  • Organisationsqualität: Wer Qualität in Punkto Organisation nachweisen kann, kann weitere 50 Credits erhalten. Dafür ist etwa das Verwenden von AGBs und Maklerverträgen, das Bestehen einer schriftlichen Ablauforganisation oder ein Notfallsplan bei Krankheit oder Tod einer Schlüsselperson im Unternehmen erforderlich.
  • Maßnahmen zur Qualitässicherung: Für die Verwendung eines Makler-Verwaltungsprogramms, von Qualitäts-/Ablaufs-Handbüchern oder auch von Musterformularen im Sinne der Qualitässicherung sind ebenfalls Punkte zu erzielen. Auch das Austria-Qualitätsgütezeichen bringt 20 Credits.

Wer das Qualitätssiegel beantragen möchte, findet alle dementsprechenden Unterlagen auf der Website des ÖVM. Bei weiteren Fragen steht auch das ÖVM-Team unter der Telefonnummer +43 1 416 93 33 zur Verfügung!

Foto oben: Gerhard Veits, ÖVM-Vorstand





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