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Mehr Angst vor Online-Konkurrenz als vor Niedrigzinsen
17. Juli 2019

Mehr Angst vor Online-Konkurrenz als vor Niedrigzinsen

Einer deutschen Umfrage zufolge fürchten Versicherer die Online-Konkurrenz mehr als die Niedrigzinsen. Wer das Match gewinnt, entscheide sich mit der richtigen Software, so das Fazit.


Deutsche Versicherer zittern vor der digitalen Konkurrenz. Zu diesem Schluss kommt eine Entscheider-Umfrage des Softwareherstellers Camunda. Die größten Sorgen lösen demnach Direktversicherungen aus, die sich online abschließen lassen. 77% der Manager erklärten, dass dies die eigenen Erträge am stärksten angreife. Drei Viertel stufen zudem reine Online-Makler als bedrohlich ein. Die digitalen Risiken werden laut Studienherausgeber höher eingeschätzt als die Folgen der anhaltenden Niedrigzinsen.

On-Demand-Tarife bedrohen Umsatz

Neue Risiken zeichnen sich auch durch Deckungen ab, die sich mit kurzen Laufzeiten oder auch spontan abschließen ließen. Sieben von zehn Anbietern befürchten laut Umfrage, dass sie durch Tarife Kunden verlieren, die sie von einen Tag auf den anderen buchen und wieder kündigen können. On-Demand oder Kurzzeittarife gelten für 69% als gefährlich für den eigenen Umsatz. 65% gehen davon aus, dass sich über Apps gekaufte Versicherungen als problematisch erweisen könnten, mehr noch als verhaltensabhängige Tarife.

Verbesserungsbedarf bei Software 

Immer mehr Verbraucher werden ohne Beratung einen passenden Tarif finden, meint Camunda-CEO Jakob Freund. Das könnte den klassischen Entscheidungsweg verdrängen. Wer die Matchgewinner sind, dürfte in Zukunft die Software entscheiden. „Über das beste Kundenerlebnis entscheidet die beste Software“, sagt Freund. „Je besser die Software, desto eher ist das leidige Thema Versicherungen abgehakt.“

Dafür müssten die Anbieter aber noch viel tun. 89% der befragten Manager erwarten von der IT, dass sie leicht zu verstehen und übersichtlich gestaltet sei. Zudem müssten neue Produkte für 88% besser durch die eigene Software abgebildet und individuelle Wünsche besser umgesetzt werden. Als Problem gelten dabei häufig starr vorgegebene Release-Zyklen. 83% fordern, flexibler handeln zu können. Auch Teile einzelner Programme sollen sich bestenfalls ohne größeren Aufwand anpassen lassen.

Quelle: AssCompact Deutschland, bearbeitet durch Redaktion Österreich





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