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Helvetia-Chef: „Wer jetzt nicht agiert, schafft sich langfristig selbst ab!“
05. Mai 2020

Helvetia-Chef: „Wer jetzt nicht agiert, schafft sich langfristig selbst ab!“

Wie geht ein Versicherer mit der Corona-Krise um? Einblicke gibt Mag. Thomas Neusiedler, CEO der Helvetia Versicherungen AG. Warum er in der Leben-Sparte von einem Rückkauf dringend abrät, erklärt er im AssCompact Titelinterview.


„Eine Situation wie diese konnte Anfang des Jahres tatsächlich niemand erahnen“, sagt Thomas Neusiedler, der seit Jänner 2020 CEO von Helvetia Österreich ist. Man sei auf derartiges aber im Rahmen des Kontinuitätsmanagements vorbereitet. „Helvetia hat schon in einem frühen Stadium Präventionsmaßnahmen getroffen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dienstreisen und Meetings wurden bereits im Februar auf das absolut notwendige Minimum reduziert, die IT-Belastbarkeit wurde in Testläufen gecheckt und verstärkt.“ In der aktuellen Situation – der Großteil der Mitarbeitenden arbeitet mittels Teleworking – ortet Neusiedler „intern eine große Solidarität und Kreativität“ bei der Umsetzung von Zielen in Ausnahmesituationen. Die „Hands-On-Mentalität“ und ein professionelles Krisenmanagement hält der Helvetia-Chef für zentral – „wer jetzt nicht agiert, schafft sich langfristig selbst ab!“ Parallel dazu bereite man die schrittweise Rückkehr zur Normalität vor.

„Rückkauf ist wirtschaftlich das Schlechteste“

Wie wirkt sich die COVID-19-Krise auf die Lebensversicherung aus? Gerade jetzt rate man Kunden, den Vertrag „nicht unüberlegt“ zurückzukaufen. „Wir verstehen natürlich die individuell vielleicht schwierige Situation, aber ein Rückkauf ist wirtschaftlich das Schlechteste“, so Neusiedler. Auch wenn die aktuelle Situation und deren Folgen noch nicht absehbar seien, wisse man seit Rothschild: „Man kauft, wenn die Kanonen donnern!“. Fondsgebundene Lebensversicherungen bieten im Gegensatz zum Direktinvestment in Fonds, Aktien oder Anleihen einen steuerlichen Vorteil und seien damit in Zeiten niedriger Zinsen eine chancenreiche Alternative.

Nachfrage für Haftung der Exekutive

Derzeit rechne man bei Helvetia mit einer Zunahme der Schäden im Bereich der Cyberkriminalität – „bedingt einerseits durch gezielten Betrug in Corona-Krisenzeiten und andererseits, weil die Abwicklung von Onlinekaufen signifikant zunimmt“. Ebenfalls „vermutlich an Brisanz gewinnen“ werde die Nachfrage nach Amts- und Organhaftpflichtversicherungen für die Exekutive.

Das Titelinterview lesen Sie in der AssCompact Mai-Ausgabe.





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