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Zusammenarbeit verweigert? Riedlspergers Styriawest klagt R+V
26. April 2016

Zusammenarbeit verweigert? Riedlspergers Styriawest klagt R+V

Die Styriawest Versicherungsmakler und Schadenservice GmbH & Co KG von Fachverbandsobmann Gunther Riedlsperger hat die R+V Allgemeine Versicherungs AG geklagt, weil diese irreführende Informationen an Kunden verbreitet und der Styriawest die Zusammenarbeit verweigert habe. Bei der R+V bestätigt man die Klage, will aber fürs Erste keine Stellungnahme abgeben.


Styriawest-Geschäftsführer Gunther Riedlsperger (links im Bild) wirft der R+V rechtswidriges Verhalten in Zusammenhang mit Bewerbung der Sparte Kautionsversicherung vor. „Zum einen wurden Kunden in irreführenden Briefen angeschrieben, zum andern wurde uns die Zusammenarbeit verweigert. Die R+V hat geschrieben, wir bekommen keine Angebote mehr, sie werden unerledigt abgelegt!“ Damit nutze die R+V ihre marktbeherrschende Stellung aus. Das sei rechtswidrig und daher zu unterlassen.

Die Unterlassungsklage – sie wurde am 12.04.2016 beim Handelsgericht Wien eingebracht – ziele auch darauf ab, den wahren Sachverhalt bei den Kunden klarzustellen und Schadenersatz für den Entgang von Erträgen bei der Styriawest zu leisten. Ein Einigungsversuch mit dem Vorstandsvorsitzenden der R+V sei gescheitert, so Riedlsperger.

R+V Niederlassungsleiter Dr. Martin Beste (rechts im Bild) bestätigte gegenüber AssCompact den Eingang der Klage, wollte aber zum Inhalt und zur Auseinandersetzung mit der Styriawest nicht Stellung nehmen, solange man sich noch nicht näher mit der umfangreichen Klage befasst habe.

Weitere Klage gegen R+V folgt

Demnächst will Riedlsperger noch eine zweite Klage folgen lassen. Die Styriawest habe der R+V um das Jahr 2010 herum bei einem österreichischen Baukonzern ein Geschäft mit etwa 60.000 Jahresprämie vermittelt. Vor kurzen habe die R+V daraus ein Direktionsgeschäft gemacht und die Styriawest informiert, dass ein Betreuerwechsel vorgenommen wurde. „Die R+V hat das Geschäft noch ausgebaut und verdreifacht und hat uns die Courtage gestrichen“, so Riedlsperger, „es ist das das erste Mal in unserer 23-jährigen Unternehmensgeschichte, dass wir mit einem Versicherer vor Gericht stehen. Ich bin überzeugt, mit einem österreichischen Versicherer würde das niemals passieren!“

Auch zu diesem Fall wollte Dr. Beste keine Stellungnahme abgeben, er wolle den Fall nicht in der Öffentlichkeit diskutieren.

 

 





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