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VVO und VKI: Unterschätzte Risiken für Senioren
19. Oktober 2016

VVO und VKI: Unterschätzte Risiken für Senioren

Senioren gelten besonders häufig als potenzielle Unfallopfer. Alle fünf Stunden endet ein Unfall in der Generation 65+ sogar tödlich. VVO und VKI zeigen in einem „Konsument“-Spezial, welcher Versicherungsschutz wichtig ist und wie man Gefahren vorbeugen kann.


Die Lebenserwartung in Österreich steigt durchschnittlich pro Jahr um drei Monate. 2030 wird bereits jeder dritte Österreicher älter als 60 Jahre sein. Anders als oft angenommen sind es nicht die jüngeren, abenteuerlustigeren Menschen, die das höchste Unfallrisiko tragen, sondern Senioren. Sie gelten als Unfallgruppe Nummer 1, wie der Versicherungsverband VVO in einer Aussendung betont. „Im Durchschnitt verunglückt in Österreich alle sechs Minuten ein Mensch über 65 Jahre“, sagt Dr. Wolfram Littich, Allianz-Chef und Vize-Präsident des VVO.

Krankenhaus-Behandlungen stark gestiegen 

In 85% aller Unfälle handelt es sich um Stürze. 2001 mussten 70.000 Senioren nach einem Unfall stationär behandelt werden, 2011 waren es bereits 90.000. Auch die Gefahr durch Brände ist besonders für Senioren sehr hoch, beträgt doch das durchschnittliche Alter von Brandtoten 62 Jahre. Erhöhtes Risiko herrscht auch im Straßenverkehr: Mehr als die Hälfte aller 2013 getöteten Radfahrer und Fußgänger waren Menschen über 65 Jahre.

Pflegebedarf im Fokus

In Bezug auf den Versicherungsschutz sei für Senioren insbesondere Pflegevorsorge relevant, so Littich: „Das Risiko, selbst ein Pflegefall zu werden, wird immer noch dramatisch unterschätzt. Viele Menschen erkennen den Bedarf erst, wenn ihre Eltern pflegebedürftig sind.“

Konsument-Spezial für ältere Generation

Auch wenn nicht immer ein großes Unglück passiert, können auch die vielen kleinen „Hoppalas“ im Alltag das Leben schwer machen. Umso wichtiger ist es, die Wahrscheinlichkeit von Unfällen und Schäden durch Präventionsmaßnahmen von vornherein zu minimieren. Das aktuelle KONSUMENT Spezial informiert darüber, wo im Alltag Hürden und Gefahren für Menschen höheren Alters lauern – in den eigenen vier Wänden, in Haus und Garten, im Bereich Mobilität, bei Gesundheit, Bewegung und Ernährung wie auch bei rechtlicher und finanzieller Vorsorge. „Ein besonderes Anliegen ist es, aufzuzeigen, wie Menschen höheren Alters möglichst unfallfrei durchs Leben kommen und wie Gefahrensituationen effektiv vorgebeugt werden kann“, so Dr. Josef Kubitschek, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI).

 
 




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