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Die Macht der Körpersprache: Wie Berater begeistern und überzeugen
23. August 2022

Die Macht der Körpersprache: Wie Berater begeistern und überzeugen

Im Erstkontakt mit einem neuen Kunden werden Sie beurteilt und so manches Mal auch verurteilt. Obwohl er sie kaum kennt. Ihr Kunde stellt sich unbewusst immer zwei Fragen: 1. „Wirkt er glaubwürdig?“ und 2. „Spricht er zu mir.“ Von diesen zwei Fragestellungen hängt es ab, ob Sie Ihr Ziel erreichen, Menschen überzeugen und für sich gewinnen, weiß Monika Matschnig, diplomierte Psychologin und führende Expertin für Körpersprache.


Von Monika Matschnig (Foto)

Was können Sie körpersprachlich dafür tun? Schauen wir uns verschiedene Punkte an:

Nonverbale Verbindung

Als Berater sind Sie automatisch in der überlegenen Position. Als statushöhere Person haben Sie die Aufgabe, einen größtmöglichen Gleichklang herzustellen. Eine nonverbale Verbindung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation. Passen Sie sich respektvoll dem nonverbalen Rhythmus Ihres Gesprächspartners an. Versuchen Sie das „verschobene Spiegeln“: Führen Sie die gespiegelte Geste einen Takt später aus, am besten, wenn Sie zu sprechen beginnen. Spiegeln Sie selektiv und machen Sie nur Gesten, die auch zu Ihrem Typus passen. Und niemals alles spiegeln, das nennt man veräppeln. Nonverbale Verbindung ist Macht. Besteht keine Verbindung, dann erreichen Sie nichts.

Präsentation

Viele Präsentationen sind ein „schwer erträgliches Drama“. Noch immer lebt man das Motto „Zahlenschlacht gewonnen, Zuhörer eingeschlafen.“ Also achten Sie auf einen gut verdaubaren Inhalt. Das ist wichtig. Doch noch wichtiger ist Ihre Wirkung. Wirken Sie nicht gut, dann werden Sie nicht gesehen, nicht gehört und auch nicht verstanden! Worte wirken ums 12-fache Stärker, wenn Sie diese mit korrekten Gesten unterstreichen! Verstärken Sie das Gesagte mit passenden Gesten. Achten Sie auf ein kongruentes Zusammenspiel zwischen Worten und Gesten. Fuchteln sie nicht, sondern lassen Sie Ihre Geste einen Moment lang stehen! Durch Gesten wird Ihre Stimme dynamischer, Sie verdeutlichen den Inhalt und erhöhen die Aufmerksamkeit. Wollen sie Ihre Gesten wirkungsvoll einsetzen, dann heißt es üben, üben und noch Mals üben.

Sitzordnung

Die Sitzordnung kann Auswirkungen auf den Verlauf der Zusammenarbeit haben. Verschiedene Varianten sind denkbar: Sitzen Sie an einem runden Tisch, symbolisiert es Gleichheit. Hier fühlen sich alle Beteiligten gleichgestellt. Die Sitzordnung über Eck lässt viel Spielraum. Man ist dem Gegenüber relativ nahe, dringt aber nicht in sein Territorium ein. Blickkontakt kann leicht aufgenommen und beendet werden. Eine wunderbare Sitzposition, um eine gute Atmosphäre zu schaffen. Wollen Sie gemeinsam eine Aufgabe erledigen und hohes Engagement ist gefragt, dann setzen Sie sich nebeneinander.

Berater haben die Aufgabe zu informieren und zu begeistern. Ihre Kunden sollten Sie nicht als Faktengräber kennen, sondern als Menschen, der lacht, begeistert oder empört sein kann. Dafür bedarf es einer emotionalen Wirkung. Und Wirkung kann man lernen! Es geht nicht, um die große Veränderung Ihre Körpersprache, sondern um die kleinen Details, das Großes bewirkt. Und, wie wirken Sie?

Über Monika Matschnig

Monika Matschnig ist diplomierte Psychologin und führende Expertin für Körpersprache. Sie ist Referentin, Beraterin und Trainerin. Zu Ihren Kunden zählen namhafte Unternehmen, Manager, Führungskräfte und alle, die ihre Wirkung verbessern müssen.

Den Beitrag lesen Sie auch in der AssCompact September-Ausgabe!

Titelbild: © pathdoc – Fotolia





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