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Erfolgreicher Maklerbetrieb: Stellen Sie die richtigen Ansprüche an Ihre Mitarbeiter
05. Oktober 2020

Erfolgreicher Maklerbetrieb: Stellen Sie die richtigen Ansprüche an Ihre Mitarbeiter

Woran liegt es, wenn die Qualität der Arbeit meiner Mitarbeiter nie so richtig perfekt ist? Die Gründe sind oft vielfältig. Viele Makler arbeiten mit einem hohen Grad an Perfektion, allerdings mit einer jeweils sehr eigenen Perfektion mit hohen, individuellen Qualitätsansprüche, an denen er die Leistungen anderer bemisst. Dieser Anspruch spielt sich in verschiedenen Ebenen oder Themengebieten ab. Welche das sind und wie man die eigenen Ansprüche besser beschreiben und vermitteln kann, erklärt Steffen Ritter.


Von Steffen Ritter (Foto)

Perfektion ist gut, aber sollte nicht übertrieben eingesetzt werden:

  • Orthografische Perfektion: Alle Unterlagen, die nicht den zwölften Korrekturlauf hinter sich haben, gehen gar nicht. Deshalb läuft jeglicher Schriftverkehr über Sie …
  • Fachliche Perfektion: Jede Vertriebsaktivität geht über Ihren Tisch, schließlich stehen Sie für die Fachkompetenz ein …
  • Optische Perfektion: Alle Unterlagen, die optisch nicht nach DIN „XY“ oder dem Corporate Design „Z“ erstellt sind, gehen gar nicht …
  • Rhetorische Perfektion: Jegliche Kommunikation, die nicht 100 Prozent identisch Ihrem Vorgehen und Ihrem Sprachgebrauch ist, ist zweitklassig und zu vermeiden …
  • Service-Perfektion: Jegliches Vorgehen im Kundenservice und der Schadensbearbeitung hat über Ihren Tisch zu gehen, um 1b-Qualität zu vermeiden. Und außerdem ist es Ihr Betrieb …

Das sind nur fünf Beispiele. Sie erklären aber schon ein wenig, worum es geht. Jeder der fünf Beweggründe steht für Qualität. Jeder Aspekt ist maßvoll ausgeprägt eine wichtige Stärke. Wenn eine dieser Stärken aber übertrieben wird, mutiert sie zur Schwäche. Dann werden Sie, der Perfektionist zum „Flaschenhals“, Sie werden zur Bremse Ihres Wachstums.

Sind Ihre Ansprüche, ist Ihr Streben nach Perfektion (betriebswirtschaftlich) auch sinnvoll?

Wenn Ihre Mitarbeiter Ihren Ansprüchen nicht gerecht werden, überprüfen Sie auch einmal Ihre Ansprüche. Der „Formulierungsperfektionist“ braucht zum Beispiel 30 Minuten für einen Kundenbrief und feilt danach nochmals 70 Minuten an allen Formulierungen. Eventuell hätten aber 45 Minuten Einsatz insgesamt auch gereicht und Ihren Kunden zutiefst zufrieden gestellt?

Können Sie Ihre Ansprüche besser beschreiben und vermitteln?

Wenn Ihr Anspruch unveränderlich gesetzt ist: Wie können Sie ihn besser kommunizieren? Vielleicht können Ihre Mitarbeiter Ihren Erwartungshaltungen gar nicht gerecht werden, weil sie diese gar nicht oder nur unklar kennen, weil Ihre Ansprüche irgendwie nicht greifbar sind. In diesem Fall haben SIE die Aufgabe, zu verdeutlichen, worum es Ihnen geht. Im Idealfall entwickeln Sie Standards, Vorlagen, Abläufe, an denen sich Ihre Mitarbeiter orientieren können.

Die gesamte Kolumne lesen Sie in der AssCompact Oktober-Ausgabe!

Titelbild: ©Vasyl - stock.adobe.com





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