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AGI schließt Transfer seines US-Geschäfts ab
10. August 2022

AGI schließt Transfer seines US-Geschäfts ab


Allianz Global Investors hat sein US-Geschäft erfolgreich auf Voya IM übertragen. Der Transfer umfasst ein Volumen von 101 Mrd. US-Dollar. Die Allianz-Gruppe zieht damit die Konsequenzen aus dem Hedgefonds-Streit rund um die sogenannten Structured Alpha Fonds.

Der Asset-Manager Allianz Global Investors (AGI) meldet, den Transfer seiner US-Investmentteams und der durch sie verwalteten Vermögen zu Voya Investment Management (Voya IM) abgeschlossen zu haben. Dieser Transfer ist Teil der bereits zuvor verkündeten strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen, die unter anderem auch eine globale Vertriebsvereinbarung sowie eine 24%-ige Beteiligung der Allianz Gruppe an Voya IM beinhaltet.

101 Mrd. US-Dollar übertragen

Die auf Voya IM übertragenen Vermögenswerte belaufen sich auf ein Volumen von 101 Mrd. US-Dollar, wovon mehr als zwei Drittel für AGI-Kunden außerhalb der USA gemanagt werden. Der Gesamtwert entspricht laut AGI 95% der ursprünglich vereinbarten Assets, was darauf hindeutet, dass die Kundenabwanderung infolge des Transfers minimal war.

Sanktionen wegen Structured Alpha Fonds

Der Transfer der Vermögenswerte sowie der Investmentteams war nötig geworden, nachdem die US-Behörden drastische Sanktionen gegen den US-amerikanischen Arm von AGI angekündigt hatten. Grund der Sanktionen war der sogenannte Hedgefonds-Streit um die Structured Alpha Fonds des Vermögensverwalters (AssCompact berichtete).

Zehn Jahre Einschränkungen im US-Geschäft

Neben hohen Strafzahlungen hatten die US-Behörden auch drastische Einschränkungen gegen AGI U.S. angekündigt. Für eine Dauer von zehn Jahren soll die Allianz-Tochter von der Beratung zu in den USA registrierten Investmentfonds und bestimmten Pensionsfonds ausgeschlossen werden.

Partnerschaft mit Voya als Ausweg

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Sanktionen war deutlich geworden, dass das von AGI U.S. verwaltete Vermögen auf einen US-Partner übertragen werden muss. Zu diesem Zweck hatte die Allianz eigenen Angaben zufolge bereits damals ein Memorandum of Understanding über eine langfristige strategische Partnerschaft unterzeichnet. Dass es sich bei besagtem Partner um Voya Financial handelt, wurde dann kurze Zeit später bestätigt.

Quelle: AssComapct Deutschland bearbeitet von AssCompact Österreich

Bild: © CoreDESIGN – stock.adobe.com





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