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Weltwirtschaft auf der Bremse
11. Juli 2018

Weltwirtschaft auf der Bremse

Von der zu Jahresbeginn vorherrschenden Europhorie ist nicht mehr viel zu spüren: Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt weltweit hinter den Erwartungen zurück, die extrem positiven Prognosen haben sich nicht erfüllt. Entsprechend gedämpft ist der Ausblick von Allianz Invest auf das dritte Quartal.


„Zwar ist das globale Wachstum im Vergleich zu den letzten Jahren hoch und robust, das Momentum flacht allerdings deutlich ab“, sagt Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH. Geopolitische Risiken, die Handelspolitik Donald Trumps, das langsamere Wachstum in China und die nur mäßig voranschreitende europäische Integration trüben die wirtschaftliche Gesamtstimmung leicht ein.

Euroraum entwickelt sich schwächer als erwartet

Das weltweite Wirtschaftswachstum ist nicht mehr so synchron wie erwartet. In den USA hat das Wachstum nach der dortigen Steuerreform zugelegt. Der Euroraum und die Schwellenländer verzeichnen hingegen eine schwächere Entwicklung.

Die Inflation zeigt weiterhin nur einen leichten Aufwärtstrend, obwohl der Ölpreis deutlich zugelegt hat. Die Europäische Zentralbank hat das Auslaufen der Anleihekäufe angekündigt, geht jedoch von keiner Zinsanhebung vor Herbst 2019 aus. „In Summe bleibt die Geldpolitik unterstützend für die Wirtschaft, die Impulse für die Finanzmärkte gehen jedoch zurück“, so der Allianz-Experte. Für die weitere Entwicklung zeigt sich Ramberger insgesamt nur verhalten zuversichtlich: „Derzeit ist kein klarer Trend abzulesen. Es könnte aber wirklich schwierig werden, was die weltweite Wachstumsdynamik betrifft.“

Aktien – auf USA und Europa setzen

„Konkret raten wir Anlegern, im aktuellen Umfeld Aktien gegenüber Anleihen leicht überzugewichten“, sagt Mag. Doris Kals, Leiterin Multi Asset Management in der Allianz Invest KAG. Zugleich empfiehlt die Expertin, im dritten Quartal 2018 die USA und Europa überzugewichten, die Emerging Markets unterzugewichten und Japan neutral zu halten.

Auf der Anleihenseite rät die Allianz, Anleihen aus den Emerging Markets leicht überzugewichten, Euroland-Anleihen neutral zu halten und Unternehmensanleihen sowie Anleihen aus den USA unterzugewichten.





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