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UNIQA rechnet 2018 mit „annähernd stabilem“ Prämienvolumen
21. November 2018

UNIQA rechnet 2018 mit „annähernd stabilem“ Prämienvolumen

Der Vorsteuergewinn der UNIQA Group machte in den ersten neun Monaten 2018 durch den Verkauf der Casinos Austria-Beteiligung einen Sprung nach oben. Deutlich schlechter fällt hingegen das versicherungstechnische Ergebnis aus. Wenig Veränderung gab es beim Prämienvolumen.


Die verrechneten Prämien der UNIQA Insurance Group AG lagen in den ersten drei Quartalen stabil bei 4.042,3 Mio. Euro (2017: 4.043,9 Mio. Euro). Die darin enthaltenen laufenden Prämien legten um 3,1% auf 3.957,7 Mio. Euro zu. In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die verrechneten Prämien mit 4,7% „stärker als erwartet“. Die Krankenversicherung wuchs um 4,4%. Das Minus von 11,0% in der Lebensversicherung sei auf die planmäßige Rücknahme des Einmalerlagsgeschäfts (minus 59,1%) zurückzuführen. Die laufenden Prämien sanken leicht auf 994,3 Mio. Euro (2017: 1.005,3 Mio. Euro).

Combined Ratio verbessert

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb nahmen leicht um 1,0% zu. Die Gesamtkostenquote – das Verhältnis der gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den abgegrenzten Prämien – erhöhte sich unter Einbeziehung der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen leicht auf 25,1%. Die Combined Ratio konnte von 97,1% auf 96,6% reduziert werden.

Ergebnis kräftig gewachsen

Das Kapitalanlageergebnis stieg in den ersten neun Monaten 2018 um 13,6% auf 447,2 Mio. Euro. Hauptgrund für diesen Sprung war der Verkauf der indirekten Beteiligung an der Casinos Austria Aktiengesellschaft, aus dem UNIQA im ersten Quartal einen Veräußerungsgewinn von 47,4 Mio. Euro lukrierte. Folglich erhöhte sich auch das operative Ergebnis um 12,1% auf 253,6 Mio. Euro.

Rückläufig war hingegen das versicherungstechnische Ergebnis – nämlich um 24,0% auf 74,4 Mio. Euro. Grund dafür seien höhere Versicherungsleistungen in der Lebens- und Krankenversicherung sowie gestiegene Aufwendungen. Insgesamt stieg das Ergebnis vor Steuern um 17,1% auf 212,4 Mio. Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 45,3% auf 166,2 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,54 Euro (2017: 0,37 Euro).

Das Eigenkapital der UNIQA Group verringert sich per 30. September auf 2.986,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3.177,6 Mio. Euro). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ging leicht auf 12.775 zurück (2017: 12.797).

Stabile Prämien erwartet

Für 2018 rechnet UNIQA in der Schaden- und Unfallversicherung mit einem Prämienwachstum von etwa vier Prozent, in der Krankenversicherung von mehr als drei Prozent. In der Lebensversicherung geht man weiterhin von einem Rückgang aus. In Summe erwartet UNIQA für 2018 ein „annähernd stabiles Gesamtprämienvolumen“. Das Ergebnis vor Steuern wolle man „trotz der hohen Aufwendungen für das Innovations- und Investitionsprogramm“ weiter verbessern.





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