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Millennials im Altersvorsorge-Dilemma
14. Mai 2018

Millennials im Altersvorsorge-Dilemma

Angst vor Altersarmut zählt zu den größten Zukunftssorgen der jungen Generation. Laut einer Studie liegt dies vor allem an fehlendem Vertrauen in die gesetzliche Rente. Dennoch legt über die Hälfte nichts für später zurück. Skepsis herrscht zudem gegenüber der privaten Altersvorsorge durch Versicherungen.


Zu den größten Zukunftsängsten der sogenannten Generation Y, also der heute 16– bis 35-Jährigen, zählt neben Furcht vor Terrorismus vor allem die Sorge um die Sicherung des Lebensstandards im Alter. Das Schreckgespenst Altersarmut rangiert an zweiter Stelle und damit noch vor der Angst vor Krieg. Dies geht aus einer aktuellen Studie der NÜRNBERGER Versicherung in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut zu den Zukunftssorgen der Generation Y in Deutschland hervor. Als wesentlichen Grund für die Angst vor Altersarmut nennen die Befragten fehlendes Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. Insgesamt zeichnet die Studie das Bild von jungen Menschen, die Probleme im Hinblick auf die eigene Zukunftsplanung zwar erkennen, aber ein beträchtliches Maß an Untätigkeit an den Tag legen, sich mit den Zukunftssorgen auseinanderzusetzen.

Mehr als jeder Zweite legt nichts fürs Alter zurück

Trotz ausgeprägter Furcht vor finanziellen Engpässen im Alter sorgen 54,2% der Millennials nicht für später vor. Laut Studie begründet dies jeder sechste Befragte mit fehlenden finanziellen Mitteln. Dagegen bauen rund 20% der Millennials auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Ihr künftig steigendes eigenes Einkommen mache die jetzige Bildung von Rücklagen überflüssig, so die Einschätzung der Umfrageteilnehmer.

Jeder Fünfte steht der Versicherungsbranche kritisch gegenüber

Auch dem Thema der privaten Altersvorsorge durch Versicherungen begegnen die jüngeren Menschen kritisch. Die Gründe hierfür sind recht unterschiedlich: So empfinden 44,2% der Befragten Versicherungen und private Vorsorgeprodukte als zu teuer. 27,3% zweifeln daran, im Schadenfall tatsächlich eine Leistung zu erhalten. Generell wenig Vertrauen in die Branche hat jeder fünfte Befragte.

Wenig Wissen über Möglichkeiten der Vorsorge

Wie die Autoren der Studie unterstreichen, würden manche Einstellungen und Äußerungen auf ein eher schwach ausgeprägtes Wissen um die Möglichkeiten einer privaten Altersvorsorge hindeuten. Dies sei nicht verwunderlich, denn für 26,6% seien Versicherungsthemen zu langweilig und zu kompliziert, um sich damit intensiv auseinanderzusetzen. So räumen rund 40% der 18– bis 29-Jährigen dem Thema trotz aller Befürchtungen keine Priorität ein und schieben ihre Vorsorgepläne auf die lange Bank.

Altersvorsorge als gesellschaftliche Herausforderung

„Die Ergebnisse der Studie zeigen eindrucksvoll, dass das Thema Altersvorsorge die junge Generation bewegt und keine individuelle, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung ist“, betont Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherung. „Wir als Unternehmen haben in diesem Zusammenhang eine besondere Verantwortung. Unsere Aufgabe ist es, diese jungen Menschen wieder für solch wichtige Themen zu interessieren und zu sensibilisieren.”

Von AssCompact Deutschland, bearbeitet durch die Redaktion Österreich





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