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FMA-Bericht: „Schwache Ertragslage“ der Versicherer im ersten Halbjahr
10. September 2018

FMA-Bericht: „Schwache Ertragslage“ der Versicherer im ersten Halbjahr

Die österreichischen Versicherer haben im ersten Halbjahr 2018 ein deutlich schlechteres Ergebnis als im Vorjahr eingefahren. Bei den Prämien zeigt der aktuelle FMA-Quartalsbericht ein etwas positiveres Bild.


Die Versicherungsunternehmen steigerten ihr Prämienvolumen im zweiten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,50% auf 4,14 Mrd. Euro. In allen Sparten legten die Prämien zu, am deutlichsten in der Schaden/Unfall-Sparte um 4,94% auf 2,25 Mrd. Euro. In der Krankenversicherung stiegen die Prämien um 4,31% auf 548 Mio. Euro, in der Lebensversicherung um 0,86% auf 1,34 Mrd. Euro.

Leichtes Prämienplus im Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2018 erhöhte sich das Prämienvolumen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2017 nur leicht um 0,87% auf 9,38 Mrd. Euro. Die Schaden- und Unfallversicherung verzeichnet ein Plus von 3,36% auf 5,38 Mrd. Euro, die Krankenversicherung von 4,24% auf € 1,12 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung gingen die Prämien hingegen um 2,25% auf 2,88 Mrd. Euro zurück.

Schwache Ertragslage

Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017 nahm das versicherungstechnische Ergebnis über alle Sparten hinweg um 6,44% auf 306,01 Mio. Euro ab. Das Finanzergebnis lag um 16,62% unter dem des Vorjahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) reduzierte sich um 25,72% auf 693,79 Mio. Euro.

Angemessene Reserven

Die Summe aller Kapitalanlagen zu Marktwerten (exklusive jener der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung) lag Ende des ersten Halbjahres bei 108,3 Mrd. Euro, zum Jahresultimo 2017 hatte sie noch 109 Mrd. Euro betragen. Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen Lasten) der Kapitalanlagen zeigen Ende des abgelaufenen Quartals eine Erhöhung zum Vorquartal um 0,26% auf 21,11 Mrd. Euro.

Der Solvabilitätsgrad der österreichischen Versicherungsunternehmen war zur Jahresmitte zufriedenstellend: Mehr als 50% der Unternehmen hatten einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 220%, verfügten also über doppelt so hohe Eigenmittel als erforderlich. Der Durchschnittswert (Median) lag bei 238,8%.

Der gesamte Quartalsbericht hat steht auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) zum Download bereit. 





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