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BiPRO in Österreich: Versicherer suchen bei Digitalisierung Schulterschluss
21. Januar 2016

BiPRO in Österreich: Versicherer suchen bei Digitalisierung Schulterschluss

Vertreter der Branche suchen nach einem gemeinsamen Weg für eine bessere digitale Kommunikation.


Wie können Prozesse zwischen Vermittlern und Versicherern effizienter gestaltet werden? Diese Frage beschäftigt die Branche seit Jahren – mit Ergebnissen, die durchaus Verbesserungspotenzial haben, wie die AssCompact IT Studie 2016 zeigt. Beim Workshop „BiPRO in Österreich“ gestern, 20.01., in Wien waren Digitalisierung und Prozessoptimierung im Versicherungsvertrieb zentralen Themen. Nun suchen österreichische Versicherer in Zusammenarbeit mit der BiPRO e.V. (Brancheninstitut für Prozessoptimierung) den Schulterschluss mit der Branche.

Rund 80 interessierte Branchenteilnehmer waren der Einladung der BiPRO und einer Proponentengruppe aus österreichischen Versicherern – beteiligt sind derzeit ALLIANZ, ARAG, HDI, NÜRNBERGER, VAV, Wüstenrot und Zürich – gefolgt. „Erfolgreich kann nur eine unabhängige Lösung sein, zu der sich die Branche bekennt. Uns war daher wichtig, die Pluralität des Marktes zu fördern“, so NÜRNBERGER Vorstand Dr. Philip Steiner, der den Workshop moderierte.

„Im Rahmen der Digitalisierung drängen andere Branchen in unsere Branche hinein, sie vermitteln, sie vergleichen, möglicherweise versichern sie sogar. Sie schöpfen ihr Potenzial aus“, verwies Dipl.-Kfm. Frank Schrills, geschäftsführender Präsident BiPRO e.V. auf gewichtige Konkurrenten wie Google, „wir müssen erst fit werden für die digitale Welt.“ BiPRO sei ein nicht auf Gewinn ausgerichteter Verein aller Marktgruppen von und für die Assekuranz, der technische und fachliche Normen zur Optimierung unternehmensübergreifender Prozesse erarbeite. „Wichtig ist uns die Neutralität, weil sonst die Gefahr besteht, dass bestimmte Player Einfluss nehmen – das gilt auch für Österreich“, so Schrills.

Live-Präsentationen der ACTURIS Deutschland und der blau direkt GmbH und Erfahrungsberichte von Anwendern wie der Helvetia und der WWK vermittelten einen Eindruck, wie BiPRO in Deutschland an der Prozessoptimierung arbeitet.

Wie erste Anwendungsmöglichkeiten von BiPRO in Österreich aussehen könnten, darüber referierte der Leiter IT Zürich Versicherung Österreich, Michael Langer. „Wenn ich Standards einführe, kann ich Prozesse effizienter und somit kostengünstiger gestalten“, so Langer. Er plädierte dafür, bei der Umsetzung von BiPRO in Österreich mit Anwendungsfällen zu beginnen, die derzeit am Markt noch nicht etabliert sind bzw. einen starken Nutzen für Makler und Versicherer stiften.

NÜRNBERGER Vorstand Dr. Philip Steiner skizzierte gegenüber AssCompact den weiteren Fahrplan: „Im Februar ist ein Workshop für die Anwender geplant, im April möchten wir den Leitungsausschuss Österreich einrichten, der sich aus den österreichischen Mitgliedern formiert.“ Ziel sei es, die ersten Normen noch im Jahr 2016 umzusetzen. Voraussetzung sei, dass sich zumindest 10 bis 15 Mitglieder formieren.

Der Leiter des Arbeitskreises EDV im Fachverband der Versicherungsmakler, Siegfried Fleischacker begrüßte die neue Brancheninitiative: „Uns als Makler ist jeder Weg recht, der uns die Arbeit leichter macht!“

Einen ausführlichen Bericht über den BiPRO Workshop lesen Sie in der AssCompact Februar Ausgabe.





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