Versicherungsmakler und Finanzdienstleister: Breite Ablehnung einer strengeren Aufgabentrennung
(ac) Eine klare Absage haben Versicherungsmakler und Finanzdienstleister einer strengeren Aufgabentrennung beim Vertrieb von klassischen bzw. fondsgebundenen Lebensversicherungen erteilt. Dies ging aus einer brancheninternen Umfrage für den AssCompact Branchenkompass eindeutig hervor.
Das Ergebnis der Grundsatzfrage fiel – sowohl auf Seiten der Versicherungsmakler als auch auf Seiten der Finanzdienstleister – recht eindeutig aus: 80% der Versicherungsmakler und 79,27% der Finanzdienstleister sind gegen die Idee, dass Versicherungsmakler keine fondsgebundene Lebensversicherung mehr vertreiben dürfen und Finanzdienstleister im Gegenzug keine klassischen Lebensversicherungen. Nur 20% bzw. 20,73% sind dafür.
73,36% der Versicherungsmakler und 77,30% Finanzdienstleister sind der Meinung, dass eine sinnvolle Vorsorgeberatung für den Kunden bei einer Trennung von klassischer und fondsgebundener Lebensversicherung nicht möglich ist.
Unterschiedliche Ergebnisse brachte die Frage, ob bei einer derartigen Trennung der jeweils „andere“ Gewerbeschein beantragen würde, um wieder beide Bereiche vermitteln zu dürfen: Bei den Versicherungsmaklern hielten sich Ja mit 50,90% und Nein mit 49,10% fast genau die Waage, bei den Finanzdienstleistern wollen 67,48% in diesem Fall den Gewerbeschein der Versicherungsmakler beantragen, 32,52% wollen das nicht.
Recht deutlich zeigten sich die unterschiedlichen Interessen der beiden Berufssparten bei der Frage, ob es eine Alternative darstellte, wenn der Versicherungsmakler fondsgebundene Lebensversicherungen mit gemanagtem Portfolio und fondsgebundene Lebensversicherungen mit Garantieleistungen vertreiben könnte. Während sich bei den Versicherungsmaklern 63,70% für und 36,40% gegen diese Lösung aussprachen, lehnten bei den Finanzdienstleistern naturgemäß 68,32% diese Alternative für die Versicherungsmakler ab, 31,68% konnten sich einen solchen Lösungsansatz vorstellen.
73,03% der Befragten arbeiten vorwiegend als Versicherungsmakler, 26,97% vorwiegend als Finanzdienstleister.


