Finanzen 16. November 2011

UNIQA schreibt sämtliche griechische Staatspapiere ab

(ac) UNIQA schreibt im dritten Quartal sämtliche griechische Staatspapiere auf Marktwerte ab. Die für das Jahresergebnis prognostizierte „schwarze Null“ ist daher nicht zu halten. Das Ergebnis 2011 (EGT) wird in einer Bandbreite zwischen minus 250 bis minus 300 Mio. Euro erwartet.

Die UNIQA begrüßt zwar, dass beim EU Gipfel am 26.10.2011 endlich weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Staatsschulden-Krise in Europa gefasst wurden. Weil aber noch nicht alle Details zum Schuldenschnitt für Griechenland feststehen und die Unsicherheiten mit der Ankündigung des Referendums wieder gewachsen sind, beschließt UNIQA alle griechischen Staatsanleihen nicht nur auf den in Brüssel fixierten „Haircut-Wert“ von 50% des Nominales, sondern auf den Marktwert zum 30.9.2011 (rund 35% des Nominales) abzuschreiben.

Aus der Neubewertung der gesamten griechischen Staatsanleihen zu Marktwerten entstehen für das Geschäftsjahr 2011 voraussichtlich Einmalaufwendungen zwischen 250 und 300 Mio. Euro auf Konzernebene. Alles in allem sei diese Einmalbelastung für UNIQA ein schmerzhafter Schritt, angesichts von 24 Mrd. Euro Kapitalanlagen aber ein verkraftbarer, so Andreas Brandstetter, CEO.

Für das Geschäftsjahr 2011 wird die Aussetzung der Dividendenzahlung an die Aktionäre der börsennotierten UNIQA Versicherungen AG vorgeschlagen.

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