Unfallversicherungen: Für vier von fünf Vermittlern passt die Prämie
(ac) Vier von fünf Versicherungsmaklern, Mehrfachagenten und Finanzdienstleister halten die Höhe der Unfallversicherungsprämien für passend, rund 15% sind sie zu hoch, 5% zu gering.
Soweit das Ergebnis des jüngsten AssCompact Branchenkompass, bei dem die Vermittler über die Bedingungen und Klauseln der privaten Unfallversicherungen abstimmten.
Nach Meinung viele Experten ist die private Unfallversicherung eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Privatversicherung – ein Produkt, mit dem der Großteil der Marktteilnehmer beinahe täglich zu tun hat. Denn laut der Unfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verunglückten rund 836.000 Menschen in Österreich im Jahr 2009 bei Unfällen.
Was lag daher näher, als jene Marktteilnehmer zu befragen, die am direktesten Kontakt zu den Kunden haben. Welche Bedingungen und Klauseln sind den Vermittlern wichtig?
Für besonders wesentlich erachteten die Umfrageteilnehmer eine verbindliche Verständigung des Versicherers, bevor mitversicherte „Kinder“ aus dem Versicherungsvertrag der Eltern heraus fallen. 92,7% bewerteten diese Forderung an die Versicherer mit sehr wichtig, 6,4% mit wichtig. Eine Mindestfrist von zumindest drei Jahren für die Anmeldung von Dauerfolgen, wie sie das VersVG vorsieht, erachten 47,6% für sehr wichtig und 33,9% für wichtig. Eine fließende Progression ohne große Sprünge bis zur Höchstleistung ist für 34,1% der Vermittler sehr wichtig und für 46,8% wichtig.
Wenig Bedeutung messen die Befragten hingegen einer Unfallversicherungsvariante bei, die erst ab einem bestimmten Invaliditätsgrad leistet. Diese Zusatzleitung halten 48% für unwichtig und 37,6% für wenig wichtig. Tarife mit regional unterschiedlichen Prämien schätzen 44,4% für unwichtig und 38,1% für wenig wichtig ein. Bausteine wie Haushaltshilfe, Schulausfallgeld und Rooming-in halten 23,2% für unwichtig und 53,6% für weniger wichtig. Ähnlich liegt das Ergebnis bei Bausteinen wie Tagegeld und Spitalgeld: Da stimmten 20% für unwichtig, 56% für weniger wichtig.


