Management & Wissen 07. Februar 2012

Übermüdung und Selbstüberschätzung als häufigste Ursache für Wintersportunfälle

(ac) Wintersport belebt Körper und Geist, deshalb tummeln sich jährlich Millionen Begeisterte in Österreichs Wintersportgebieten, doch leider nicht immer unfallfrei. Durchschnittlich verletzten sich rund 44.300 Skifahrer und 11.900 Snowboarder pro Jahr so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen.

Dr. Wolfram Littich, Präsident des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs VVO, erklärt, dass meist nicht schlechte Pistenabsicherung oder gewaltige Lawinen der Grund für die große Anzahl der Unfallopfer sind, sondern die Wintersportler selbst. Rund 93% aller Wintersportunfälle sind Alleinunfälle. In der Tat sind die meisten Unfälle in der Regel auf Übermüdung und Selbstüberschätzung zurückzuführen.

Dr. Othmar Thann, Direktor des KfV, rät daher, sich konditionell immer gut auf den Winter vorzubereiten. Die Anforderungen der Piste sollten immer dem eigenen Fahrkönnen entsprechen. Regelmäßige Pausen beugen Übermüdung und Überforderung vor. Gerade auch das Tragen von entsprechender Schutzausrüstung wie z.B. eines Helmes kann vor schweren Verletzungen schützen.

Die größte Gefahr für diejenigen Wintersportler, die sich abseits der gesicherten Pisten tummeln, sind Lawinen. Sowohl beim Skitourengehen wie auch beim Variantenfahren gilt: Lawinenlagebericht und Einschätzungen der Experten beachten. Um für den Notfall gerüstet zu sein, ist es wichtig ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, eine Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde, Handy und Erste Hilfe Paket immer mitzuführen.

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