AMIS-Pleite: Kapferer geht für Geschädigte auf Konfrontationskurs
(ac) Mehr als 80 dieser Berater haben sich vor über fünf Jahren zur Gruppe „Berater helfen AMIS Geschädigten“ zusammengeschlossen. Sie bieten AMIS Anlegern Hilfe, indem sie sie bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche kostenlos und umfangreich unterstützen. Heinz Kapferer ist auch Mitglied im Anlegerausschuss in Luxemburg und vertritt dort einsatzkräftig die Interessen aller AMIS Anleger.
Jetzt hat sich die Gruppe dazu entschieden, die Dienste des Prozessfinanzierers EAS Erste Allgemeine Schadenshilfe AG und der Geschädigtenanwaltsfirma VOGL Rechtsanwalt GmbH anzunehmen. Primäre Zielsetzung ist es, die Ansprüche von Geschädigten gegenüber der Republik Österreich und der AeW Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen GmbH rasch und effizient durchzusetzen.
Den Grund, warum sich so viele AMIS Anleger für diesen Weg entschieden haben, sieht Heinz Kapferer im nicht zufriedenstellenden Vergleichsangebot, das den geschädigten Anlegern nunmehr von der Republik Österreich unterbreitet wurde. „Es ist ganz einfach viel zu wenig, wenn die Republik jetzt 27% anbietet und dabei die unklare und differenzierte Entschädigung, die aus Luxemburg zu erwarten ist, nicht berücksichtigt.“ Laut Kapferer ist das Angebot der Republik Österreich „schäbig“. Es geht darüberhinaus nicht auf die individuellen Schäden ein.
Laut Mitteilung von Kapferer und der EAS Erste Allgemeine Schadenshilfe AG sind derzeit ernstliche Überlegungen in Gange, die Republik Österreich zu verklagen, weil das Angebot als zu nieder erachtet wird. In diesem Fall hätte die Republik Österreich zwei Geschädigtengemeinschaften. Die Republik werde sich laut Kapferer ernsthaft zu überlegen haben, ob sie riskiert, dass gegen sie mehrere tausend Klagen eingebracht werden.


