2012: Allianz Invest sieht Licht am Ende des Kapitalmarkttunnels
(ac) Nach Jahrzehnten des Schuldenaufbaus steht die Welt 2012 vor einer Wendemarke: Gelingt es der Politik, den Schuldenabbau voranzutreiben, scheint ein Lichten des Nebels an den Kapitalmärkten möglich. Solange sich im Euroraum keine nachhaltige Lösung der Staatsschuldenkrise abzeichnet, werde die Stimmungslage jedoch angespannt bleiben, meinen die Allianz Invest Experten.
Mit dem letzten EU-Gipfel und der weltweiten Liquiditätsausweitung der Notenbanken scheint ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Krise vollzogen. „Die Risikoaversion bleibt aber auch 2012 weiterhin das beherrschende Thema. Die Stimmungslage dürfte unverändert davon geprägt sein, wie gut es der Politik gelingt, das Heft des Handelns wieder in die Hand zu bekommen und die Kapitalmärkte aus ihrem Krisenmodus zu befreien“, erklärte Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich.
„Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Anleihen gegenüber Aktien überzugewichten“, erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz für das erste Quartal. Investmentgrade-Anleihen sind auf Grund der fundamental guten Unternehmenssituation attraktiv, während man weiterhin Unternehmensanleihen der Peripherieländer meiden sollte.
Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, USA über- und Europa sowie Japan unterzugewichten und Emerging Markets neutral zu halten.
Das Gesamtjahr 2012 sieht die Allianz besser als es die derzeitige Stimmung vermuten ließe: Auch wenn kurzfristig der hohe Refinanzierungsbedarf und die Rekapitalisierung der Banken erste Stolpersteine für die Kapitalmärkte darstellen könnten, sei die mögliche rasche Umsetzung koordinierter politischer Maßnahmen positiv zu bewerten. „Die einzige Konstante bleibt die Unsicherheit“, so Bruckner abschließend.


